Teures Autofahren und Heizen: Schäuble will noch schnellere Erhöhung der CO2-Steuer – Mit Blick auf die Klimapolitik hat sich Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble für einen schnelleren Anstieg des CO2-Preises ausgesprochen. Gegenüber der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ erklärte er: „Eine höhere CO2-Bepreisung habe ich immer für richtig gehalten. Das muss auch schneller vorangehen.“

Das würde allerdings auch bedeuten, dass Tanken und Heizen noch teurer werden, als es ohnehin schon der Fall ist

Schäuble weiter: „Und wenn dann das Autofahren teurer wird, sollte uns das nicht schrecken, wobei soziale Härten natürlich ausgeglichen werden müssen.“ Den Markt über höhere Kosten für Treibhausgasemissionen zur Vermeidung dieser zu treiben, sei ihm zufolge „genau der richtige Weg“.

Im Verkehr und beim Heizen gilt in Deutschland seit Jahresbeginn eine CO2-Steuer, im Zuge derer pro Tonne Kohlendioxid zunächst 25 Euro fällig werden.

Bis 2025 soll der Preis schrittweise auf 55 Euro steigen

Die Verteuerung von Diesel, Benzin, Heizöl und Gas hat den Zweck, Bürger und die Industrie zum Umstieg auf alternative Energien zu bewegen. Um also Elektroautos steuerbefreit und mit hohen Kaufprämien unters Volk zu bringen, werden Besitzer von Diesel- und Benzinfahrzeugen zur Kasse gebeten.

Diesbezüglich wünscht sich Schäuble Ehrlichkeit und Transparenz seitens der Politik: „Wir sollten den Menschen – ob Wahlkampf oder nicht – klar sagen, dass die notwendigen Schritte allen etwas abverlangen werden. Den Eindruck zu erwecken, die anstehenden strukturellen Veränderungen beträfen den Einzelnen nicht, das ist nicht die Wahrheit.“

„Die Menschen können die Wahrheit aber durchaus ertragen, auch im Wahlkampf. Daher schadet Ehrlichkeit nicht.“

Quelle: focus.de