Teil des Entlastungspaketes: Bundestag macht Weg für 9-Euro-Ticket frei – Nach langem Hin und Her hat der Bundestag das 9-Euro-Ticket für stark verbilligte Bus- und Bahnfahrten beschlossen. Finanziert werden soll das Vorhaben durch den Bund. Allerdings ist die Bezuschussung von 2,5 Milliarden Euro aus Sicht einiger Länder nicht ausreichend, weshalb abzuwarten bleibt, ob das Gesetz auch den Bundesrat passiert.

Wenn dieser mehrheitlich für das 9-Euro-Ticket stimmt, können deutsche Bürger für die Monate Juni, Juli und August Monatskarten für den Preis von jeweils 9 Euro kaufen und damit bundesweit die Busse und Züge im Nah- und Regionalverkehr nutzen.

Der Plan von SPD, Grünen und FDP ist Bestandteil eines Entlastungspaketes, mit dem die Ampelkoalition die Effekte der enorm gestiegenen Energiepreise abfedern möchte.

Wie Bundesverkehrsminister Wissing von der FDP erklärte, handle es sich dabei aber auch um eine „Riesenchance“ für klimafreundliche Mobilität.

Seiner Ansicht nach sei das 9-Euro-Ticket bereits jetzt schon ein Erfolg: „Ganz Deutschland spricht vom öffentlichen Personennahverkehr.“ Auch international habe das Vorhaben für Aufsehen gesorgt.

Die Opposition behält indes ihre ablehnende Haltung weiterhin bei und kritisiert die Pläne als „teures Experiment“.

Michael Donth von der CDU fordert im Zuge dessen eine „Nachschussverpflichtung“, mit der die zu erwartenden explodierenden Kosten bei Bus- und Bahnunternehmen kompensiert werden sollen.

Vonseiten der Linken stimmte man zwar für das Ticket, Parteichef Bernd Riexinger zufolge sei der Zeitraum von drei Monaten jedoch „einfach zu wenig“.

Quelle: focus.de