Tabaksteuer: Zigaretten und Shisha-Tabak werden teurer – Das dürfte Raucher alles andere als erfreuen. Denn die Preise für Tabakprodukte sollen künftig deutlich ansteigen. Nach Informationen von „t-online“ haben sich am gestrigen Mittwoch Fachpolitiker im Finanzausschuss des Bundestages auf eine höhere Tabaksteuer sowie auf eine entsprechende Gesetzesänderung verständigt.

Nun muss noch der Bundestag abstimmen, wobei die Zustimmung des Parlaments bereits als sicher gilt. Nach der letzten Tabaksteuererhöhung im Jahre 2015 werden Raucher also in naher Zukunft einmal mehr tiefer in die Tasche greifen dürfen. Nun aber auch all jene, die zu E-Zigaretten greifen. Denn neben Tabak, sollen auch die Preise für Liquids deutlich steigen, auf denen bis dato nur die Mehrwertsteuer veranschlagt wurde.

Preiserhöhungen in vier Erhöhungsschritten

Im Detail sollen E-Zigaretten bald dann nach Volumen anstatt nach dem Nikotingehalt besteuert werden. Die Preiserhöhungen sollen in vier Erhöhungsschritten erfolgen. Demnach soll die Steuer zwischen 2022 und 2026 auf bis zu 32 Cent pro Milliliter Liquid steigen. Nach den ersten Planspielen werden dann im kommenden Jahr zehn Milliliter Liquid bis zu 1,60 Euro teurer, ab 2026 dann sogar 3,20 Euro.

Raucher der „klassischen“ Zigarette werden im Schnitt zwischen 2022 und 2023 mit Mehrkosten von zehn Cent pro Packung rechnen müssen. 2025 und 2026 dann mit 15 Cent pro Schachtel. Diese Erhöhungen sehen aber nicht alle positiv. So sagte Grünen-Bundestagsabgeordneter sowie Mitglied im Finanzausschuss Stefan Schmidt gegenüber „t-online“:

Auch Preise für Shisha-Tabak werden erhöht

Wir werden dem Gesetzentwurf nicht zustimmen und uns enthalten. Jedes Jahr ein paar Cent mehr pro Schachtel wird Raucher nicht von der Zigarette abhalten.“ Neben den Zigarette sowie E-Zigaretten werden auch die Preise für Shisha-Tabak erhöht. Geplant ist, dass man den Tarif nicht mehr nach dem des Pfeifentabaks besteuern will, sondern eine extra Steuer auf Wasserpfeifentabak erhoben werden soll.

Zu den Gründen heißt es im Änderungsantrag der Koalition: „Mit der Einführung einer Zusatzsteuer auf Wasserpfeifentabak zu Lenkungszwecken und somit höheren Besteuerung dieser Produkte kann der Konsum von Wasserpfeifentabak, gerade für junge Menschen aus Gründen des Jugendschutzes und Gesundheitsschutzes, unattraktiver gemacht werden.“

Quelle: t-online.de