Trotz vieler Studien und ärztlicher Warnungen, die die Gefahren, die vom Rauchen ausgehen, anmahnen, ranken sich noch immer viele Mythen um den blauen Dunst. Einer davon war bislang die Rede vom sogenannten „Kaltrauch“, die immer wieder durch die Medien geisterte. Nun wies eine Untersuchung nach: Diesen kalten Rauch gibt es tatsächlich, er ist keineswegs nur ein Hirngespinst – und er belastet noch lange Zeit nach dem eigentlichen Rauchen den Raum und die Gesundheit derer, die sich dort aufhalten.

Den Wissenschaftlern zufolge ist das Thema damit ebenso eindeutig wie indiskutabel geklärt: Tabakrauch hält sich und wird zu Kaltrauch, Spuren des Tabaks und seiner schädlichen Inhaltsstoffe halten sich demnach noch nach Monaten in einem Raum, in dem geraucht wurde. Das Ergebnis ihrer Untersuchung veröffentlichten die Wissenschaftler in dem US-Magazin „Tabacco Control“.

Demnach halten sich die teils giftigen Inhaltsstoffe des Tabakrauches nicht nur Tage, sondern sogar Monate, nachdem Tabak konsumiert wurde, noch in einem Zimmer und setzen sich in der Raumluft fest. Für ihre Untersuchung hatten die Forscher ein kalifornisches Kasino unter die Lupe genommen, in dem bis 2014 geraucht wurde. Nach dem allgemeinen Rauchverbot konnte ein rasches Absinken der Schadstoffbelastung in der Luft nachgewiesen werden, ebenso wie auf Oberflächen. Doch die Belastung mit Tabakrauch verschwand keineswegs vollständig.

Noch ein Grund mehr für Menschen, die sich den geliebten Glimmstängel nicht madigmachen lassen wollen, nur im Freien zu rauchen. Insbesondere, wenn man Kinder im Hause hat.

Quelle: zdf.de