Supervulkane: Die Gefahr lauert unter der Erde – Seit geraumer Zeit sprechen einige Experten und Forscher über das Risiko von Asteroiden, die das Leben auf der Erde bedrohen. Meist soll dies erst in einer verhältnismäßig weit entfernten Zukunft der Fall sein. Dabei muss man gar nicht so weit ins All schauen, lauert doch eine stetige Gefahr durch Supervulkane unter uns, die jederzeit eine Katastrophe auslösen können.

Eine neue Studie kam nun zum Ergebnis, dass Supervulkane nach einem Ausbruch noch Jahrtausende aktiv und gefährlich bleiben. Im gleichen Atemzug mahnen die Forscher, dass es immer noch an einem besseren Verständnis fehlt, um verheerende künftige Ausbrüche vorherzusagen. In aller Regelmäßigkeit spucken bekanntlich allerhand Vulkane auf der Erde Lava und Asche aus.

Verheerende Katastrophe mit globalen Folgen

Was immer wieder faszinierend ist und doch so gefährlich, ist halt rein gar nichts, wenn man auf die sogenannten Supervulkane schaut. Denn brechen diese Giganten aus, was sie in der Erdgeschichte oft getan haben, kann dies zu einer fürchterlichen Katastrophe führen, die vor allem globale Folgen hätte. Doch die Supervulkane und ihre tatsächlichen Gefahren wurden bis dato nicht präzise überblickt.

Ein internationales Forschungsteam hat nun den alten Supervulkan Toba auf der indonesischen Insel Sumatra untersucht und die Ergebnisse in der Fachzeitschrift »Nature« veröffentlicht. Demnach würden Supervulkane oft mehrmals ausbrechen, wobei zwischen den Eruptionen auch mal Zehntausende von Jahren liegen können. Doch was dazwischen bei den Supervulkanen passiert, sei bis heute wenig bis gar nicht bekannt.

Besseres Verständnis von Supervulkanen

Mithilfe von sowohl Erdzeitalter-Daten, statistischen Schlussfolgerungen als auch thermischer Modellierung fanden sie heraus, dass selbst nach 5000 bis 13.000 Jahren nach dem Superausbruch immer noch Magma ausströmt, das zudem das riesige verfestigte Restmagma-Schild nach oben schiebt.

Zu wissen, wie sich Magma ansammelt – und vor allem in welchem Zustand sich das Magma vor und nach solchen Ausbrüchen befindet –, ist entscheidend, um ein besseres Verständnis von Supervulkanen zu beklommen. Die neuen Erkenntnisse stellen daher die Vorhersagbarkeit von Eruptionen infrage. Einer der Hauptautoren, Martin Danišík, dazu:

Gefahr durch vulkanischen Winter

Wir müssen nun berücksichtigen, dass Eruptionen auch dann auftreten können, wenn unter einem Vulkan kein flüssiges Magma gefunden wird – das Konzept des Ausbrechbaren muss neu bewertet werden.“ Daher müsse ein Umdenken stattfinden, um in Zukunft eben Vorhersagen über diese möglichen katastrophalen Ereignisse treffen zu können.  

Wie gefährlich Supervulkane sind, zeigen die Supereruptionen der Erdgeschichte, die einschneidende und katastrophalste Auswirkungen auf das globale Klima hatten. Die Rede ist vom sogenannten vulkanischen Winter, der eine außerordentlich kalte Periode auf der Erde auslös – mit massiven Folgen für alle Lebewesen auf dem Planeten.

Rund alle 17.000 Jahre bricht ein Supervulkan aus

Rund alle 17.000 Jahre soll übrigens ein Supervulkans ausbrechen – einer der bekannteren liegt übrigens unter dem Yellowstone-Nationalpark in den USA. Wissenschaftler Danišík: „Zu wissen, wie Supervulkane funktionieren, ist wichtig, um die künftige Bedrohung durch einen unvermeidlichen Superausbruch zu verstehen.“

Quelle: spiegel.de