E-Zigaretten sind in aller Munde. Auch abseits schlechter Wortspiele in MANN.TV. Die Diskussion um ihre mutmaßliche Schädlichkeit und ihren Nutzen bei der Rauchentwöhnung wird so schnell nicht enden. Nun warnen US-Suchtexperten vor einer neuen Variante der E- Zigarette, die auf den Namen „Juul“ hört. Das Produkt aus den Vereinigten Staaten soll bereits im Dezember in Deutschland zu haben sein.

In den USA klagt die amerikanische Drogenbehörde FDA, dass der Konsum von E Zigaretten auf Schulhöfen sich explosionsartig vermehrt habe – nur wegen dieses Produkts. Sogar ein Verb haben die Schüler für ihre Form des Dampfens ersonnen: „Juuling“, nach dem Namen der neuen E-Zigarette. Hunderttausende Jugendliche sind demnach in den USA bereits abhängig von den Vape-Systemen und ihren Liquiden.

Bald kommt diese an einen USB-Stick erinnernde E-Zigarette auch nach Deutschland. Besonders besorgniserregend für die US-Experten: Der hohe Nikotingehalt von „Juul“, der bei 50 mg/Milliliter liegt. Besonders beliebt bei den jungen Konsumenten: süße Geschmacksvarianten, fruchtig oder cremig. Der Boom bei der amerikanischen Jugend rührt auch von der Einfachheit der Anwendung her.

Einstecken und losdampfen

„Juul“ funktioniert so simpel wie eine Kapselkaffeemaschine, bereits vorgefüllte Kartuschen werden geladen und dann gedämpft. Das Unternehmen „Juul Labs“ reagierte auf die harsche FDA-Kritik und verbannte die süßen Sorten aus den Läden in ihren Online-Shop. In Deutschland wird „Juul“ mit schwächeren 20 mg-Patronen ausgeliefert werden. Der Sprecher der E-Zigaretten-Kette „Hello Vape“, Paul Mowius“, betonte gegenüber der „Bild“:

„Juul ist für uns nur eine von vielen fast baugleichen E-Zigaretten, die es in Deutschland bereits gibt.“ Die Geräte würden sich bei Nikotingehalt und Inhaltsstoffen an EU-Gesetzen orientieren. Auch würde sich durch Juul nichts in Sachen Jugendschutz ändern – Abgabe und Konsum sind weiterhin nur ab 18 gestattet, die Kontrollen seien streng.

Auch Juul Deutschland versicherte gegenüber der „Bild“, dass man großen Wert auf den Jugendschutz lege. Man setze auf die Schulung der Händler und Stichprobenkäufe, von Verkäufern, die gegen den Jugendschutz verstoßen, würde man sich trennen.

Quelle: bild.de