Wer beim Feierabendbier öfters mal in der Kneipe versackt oder unter der Woche regelmäßig berauscht den Tag beendet, der sollte nach dem Grund dafür vielleicht in folgender Nachricht suchen: Wer mehr als 48 Stunden die Woche arbeitet, kann offenbar ohne die berauschende Wirkung des Alkohols oft schlechter entspannen und einschlafen als Menschen, die weniger arbeiten.

Sie sind zu elf Prozent gefährdeter, zu Alkoholikern zu werden. Wer mehr als 55 Stunden arbeitet, dessen Chance erhöht sich sogar um zwölf Prozent. Diese Zahlen sind geschlechterübergreifend und ohne Bezug auf die sozialen Umstände.

Beunruhigende Nachrichten. Müssen wir also jetzt auf unser Feierabendbier verzichten? Nein. Nur wer es mit dem Konsum übertreibt, sei gefährdet. In Zahlen heißt das: Trinkt ein Mann mehr als 21 Mal pro Woche alkoholische Getränke (beispielsweise ein kleines Bier, einen Schnaps oder ein Glas Wein), dann sei das schon gesundheitsgefährdend. Für die Untersuchung beobachteten die finnischen Forscher 330.000 Personen aus 14 Ländern wie den USA, Großbritannien oder Deutschland.

Sie kamen zu dem Schluss, dass der erhöhte Alkoholgenuss Stress, Schlafstörungen und Depressionen bekämpfen soll. Der Tipp der Forscher: Arbeitnehmer in der EU sollten laut European Union Working Time Directive (EUWT) von ihrem Recht Gebrauch machen, wöchentlich nicht mehr als 48 Stunden arbeiten zu müssen. Letztlich geht es ja um das höchste Gut des Menschen.