Oftmals hat die Liebe zu einem Fußballverein nichts mit der Leistung auf dem Platz zu tun, sondern wird in erster Linie durch das Heimatgefühl geprägt, welches man zu einer Stadt empfindet. Und blind, wie dieser sogenannte Lokalpatriotismus mitunter nun mal macht, glauben auch entsprechend viele Menschen, in der vermeintlich besten Stadt der Welt zu wohnen. Derlei idealisierte Gefühle stellen natürlich keinen wissenschaftlich messbaren Wert dar. Die gebotene Lebensqualität indes schon, auf Basis derer eine aktuelle Studie 231 Großstädte miteinander verglich.

Dazu analysierte man jede Stadt anhand von 39 Kriterien. Dabei wurden nicht nur Wasserversorgung, Kommunikations- und Postdienstleistungen, der öffentlichen Nahverkehr und die Verfügbarkeit internationaler Flüge bewertet, sondern auch politische, soziale, wirtschaftliche und umweltorientierte Aspekte sowie Faktoren wie Gesundheit und Bildungsangebote.

Während auf internationaler Ebene Wien bereits zum achten Mal auf dem ersten Platz landete, gefolgt von Zürich und Auckland, belegt München als lebenswerteste deutsche Stadt immerhin noch den vierten Platz in der Gesamtwertung. In die Top Ten schafften es aus deutscher Sicht ferner noch Düsseldorf auf Platz sechs und Frankfurt auf Platz sieben. Platz fünf geht an Vancouver, Genf sichert sich den achten Platz, Kopenhagen den neunten und Basel den zehnten.

Mit Berlin (13), Hamburg (19), Nürnberg (24) und Stuttgart (26) positionieren sich vier weitere deutsche Städte in der Rangliste der ersten 30. Dann kommt lange nichts, bis Leipzig auf dem 61. Platz den deutschen Reigen schließlich abschließt. Der undankbare allerletzte Platz geht übrigens wie in den Vorjahren auch an Bagdad.

Quelle: br.de