Es mangelt wahrhaftig nicht an Klischees, wenn es um Männer geht. Wir alle sind angeblich stets bemüht, die besten zu sein, jeder Mann liebt technische Spielereien und unser Äußeres ist uns vollkommen egal – so weit, so verbreitet. Doch stimmen diese teils Jahrzehnte alten Klischees überhaupt (noch)? Der Männersender DMAX wollte der Frage auf den Grund gehen und hat eine repräsentative Studie durchgeführt.

„Von Männerhöhlen und der Frau im Mann“ nennt der Sender seine fünf Wochen dauernde Untersuchung, im Zuge derer 1417 Personen zwischen 16 und 69 zum Thema „moderner Mann“ befragt wurden – wobei der Anteil an Männern unter den Befragten bewusst höher angesiedelt wurde, um besser auf die Zielgruppe eingehen zu können. Demnach sind ein Drittel der „modernen Männer“ über 50 Jahre alt, die „moderneren“ nur leicht älter.

Sich als „modern“ einzustufen ist eine Frage der Empfindung, bei dem großen Teil der Befragten gründet sich diese Selbstwahrnehmung auf der zunehmenden Doppelbelastung und dem höheren sozialen Status, die mit einer Beziehung einhergehen.

Dementsprechend sieht es auch bei der Aufgabenverteilung aus: Vor 25 Jahren gaben nur 36 Prozent der Männer zu, dass sie gerne kochen würden – in der neuen DMAX-Studie sind es stolze 71 Prozent. Ähnlich fortschrittlich sind die Ansichten beim Thema Beruf und Arbeit: Für 82 Prozent der Befragten ist Zeit wichtiger als Geld, auch wenn viele Männer angeben, gerne arbeiten zu gehen. Die Work-Life-Balance geht für sie vor.

Breite Interessen bestimmen das Privatleben, ganze 86 Prozent der befragten Männer bezeichnen sich als offener, informiert anhand vieler Quellen und interessiert an vielen Themen. 71 Prozent der Teilnehmer finden, dass moderne Männer zudem weitaus modebewusster sind und ein starkes Markenbewusstsein besitzen (60 Prozent). Auch Themen wie Umweltschutz und Nachhaltigkeit prägen das Leben des modernen Mannes stärker.

Mit vielen dieser Punkte dringt er damit laut Umfrageergebnissen in klassische „Frauendomänen“ vor, wandelt zugleich auf zwei Pfaden: Typische Männertugenden möchte man sich als Mann bewahren, doch zugleich neue Themen wie Familie, Hobbys und gesellschaftliches Engagement ausleben können.

Wir können daran nichts Schlimmes finden.