Wer schon länger der Auffassung war, dass Familienväter die glücklicheren Menschen sind und auch irgendwie länger leben, der bekommt nun die offizielle Bestätigung: Eine aktuelle Studie weist nach, dass der Familienstand eines Menschen maßgeblichen Einfluss auf sein Sterblichkeitsrisiko nimmt.

Das Leben in der festen Partnerschaft nimmt positive Einflüsse auf Zufriedenheit und Gesundheit, insbesondere auch wenn es um ein frühzeitiges Ableben durch Bluthochdruck, Typ-2-Diabetes oder Hyperlipidämie (erhöhte Cholesterin- und Triglycerid-Werte) geht. Diesen Schluss ziehen die Wissenschaftler um Doktor Paul Carter von der Aston Medical School: Verheiratete Patienten wiesen innerhalb des Untersuchungszeitraums ein niedrigeres Mortalitätsrisiko auf als alleinstehende Teilnehmer. Bereits bekannt war, dass verheiratete Patienten mit einer koronaren Herzkrankheit ein geringeres Sterblichkeitsrisiko aufwiesen als Alleinstehende.

Nach der neuen Studie, die die Daten von 929.552 Probanden über den Verlauf von 14 Jahren auswertete, steht fest: Auch Patienten mit Bluthochdruck, Diabetes und Hyperlipidämie profitieren von ihrer Ehe. Bei allen drei Erkrankungen waren es im Beobachtungszeitraum vor allem die Witwer, die unter einer erhöhten Sterblichkeitswahrscheinlichkeit litten – und zwar unabhängig von Alter, ethnischer Zugehörigkeit, Geschlecht sowie Risikofaktoren. Diese erhöhte Sterblichkeit galt auch für nicht verwitwete Alleinstehende. Die verheirateten Patienten mit den drei Beschwerdebildern wiesen hingegen unterdurchschnittliche Sterblichkeitsraten auf.

Die Wissenschaftler folgern aus den umfangreichen Ergebnissen, dass vor allem die gesteigerte soziale Unterstützung in einer Ehe einen positiven Einfluss auf einen gesünderen Lebensstil nimmt und für eine verlässlichere Medikamenteneinnahme sorgt.

Quelle: heilpraxisnet.de