Möchtet ihr gerne vier Jahre länger leben? Dann müsst ihr bloß dem Fleischgenuss abschwören. Das behaupten zumindest Forscher aus den Vereinigten Staaten, deren Studienergebnisse vor allem Vegetariern gefallen dürften. Doch ist es das wert?

Vier Jahre. Das mag zunächst nicht viel erscheinen, ist in wissenschaftlicher Hinsicht aber durchaus signifikant. Um eine derartige Steigerung seiner Lebenserwartung zu erreichen, muss man jedoch zunächst einmal ganze 17 Jahre auf Fleisch verzichten! Puh!

Wie die Mediziner der angesehen 'Mayo Clinic' in der Fachzeitschrift ‘The Journal of the American Osteopathic Association’ zu berichten wissen, ist der Verzehr von Fleisch, insbesondere der von rotem und verarbeitetem Fleisch, mit einer höheren Sterblichkeitsrate verbunden. Ein Schluss, zu dem sie nach der Untersuchung von 1,5 Millionen Menschen gelangten. Außerdem nahm man sechs ältere Studien unter die Lupe, die bereits die Auswirkungen von Fleisch und vegetarischer Ernährung auf die menschliche Mortalität untersucht hatten. Und wie man es dreht und wendet, der Rat der Ärzte ist und bleibt, die Aufnahme von tierischen Produkten zu begrenzen und mehr Gemüse zu essen.

Immerhin zeigten die 500.000 Probanden, welche sich durch einen sehr geringen Fleischkonsum auszeichneten, eine um ganze 25 Prozent verringerte Sterblichkeitsrate. Wohl auch kein Wunder, wenn man bedenkt, dass der erhöhte regelmäßige Konsum von Fleisch bereits in der Vergangenheit mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen in Verbindung gebracht werden konnte.

Auch mit Blick auf globale Problematiken, die mit dem immensen Fleischhunger dieser Welt einhergehen, ist es womöglich wirklich an der Zeit, umzudenken. Mit Blick auf den nahenden Beginn der Grillsaison ist es allerdings im Augenblick wohl ein denkbar schlechter Zeitpunkt für einen derartigen Appell.