Die Büroküche, der Ort, an dem die Kollegen in der Kaffeepause zusammenkommen. Doch auch anderes tummelt sich hier, wie eine aktuelle Studie nachweist. Keime zum Beispiel. Die Ergebnisse der britischen Untersuchung offenbaren gravierende Hygienemängel, die so weit gehen, dass man wahrscheinlich besser einen Klositz ablecken kann, als sich mit den Kollegen die Teebeutel zu teilen…

Büroküchen können abstoßend sein, wenn Kollegen ihre dreckigen Teller und Kaffeetassen einfach in der Spüle stehen lassen und niemand sich für die Reinigung des Kaffeeautomaten verantwortlich fühlt oder vergossene Flüssigkeiten aufwischt. Am schlimmsten ist jedoch eine gemeinsame Aufbewahrung von Teebeuteln, so weist die Studie der britischen „Initial Wahsroom Hygiene“ nach. Unfassbare 3785 unterschiedliche Keimarten haften im Durchschnitt am Griff eines Behälters und damit auch an einem Beutel, den man mit derselben Hand nimmt – auf dem erwähnten Toilettensitz sind es gerade mal 220.

Auch die Griffe von Kesseln und Wasserkochern (2483), die Ränder von benutzten Kaffeetassen (1746) sowie die Kühlschranktüren (1592) sind entsprechend behaftet. Und wer denkt schon daran, sich die Hände zu waschen, nachdem er den Bürokühlschrank angefasst hat? Vielleicht sollte man gerade während der Grippesaison diesen Gedanken zukünftig im Hinterkopf behalten. Zumal eine andere Umfrage unter 1000 Büroangestellten ergeben hat, dass sich satte 80 Prozent nicht die Hände waschen, wenn sie für sich oder ihren Kollegen einen Kaffee zubereiten.

„Sobald man nicht mehr im Hinterkopf behält, wie viele Hände eine Sache wie den Handgriff des Wasserkochers, den Deckel des Teebeutel-Behälters oder Kaffeetassen-Griffe eigentlich berührt haben und berühren, steigt das Potenzial für eine Kreuzkontamination“, so Doktor Peter Barrett von „Inital Washroom Hygiene“. „Die Benutzung antibakterieller Wischtücher auf Küchenoberflächen sowie die regelmäßige Reinigung der Becher kann bei der Gesunderhaltung der Belegschaft eine entscheidende Rolle spielen.“ 

Wenn ihr also mal wieder das Bett hüten dürft und euch irgendeine lustige Magen-Damen-Schnodder-Seuche eingefangen habt, wisst ihr nun, wem ihr das verdankt. 

Quelle: metro.co.uk