Eine spontane Umfrage im weiblichen Bekanntenkreis förderte zutage, dass Frauen beim Flirten kaum etwas so sehr abtönt, wie ein Mann der zugibt, noch bei seinen Eltern zu wohnen. Und doch tun Kerle sich einer Studie zufolge erstaunlich schwer, aus dem „Hotel Mama“ auszuchecken. Ganze 48,4 Prozent der Männer im Alter von 23 Jahren wohnen noch in ihrem Elternhaus. Frauen haben es da etwas eiliger.

Die Hälfte aller Töchter zieht es bereits mit 22 hinaus in die weite Welt. Lediglich 36 Prozent machen es sich mit 23 Jahren noch bei Mama und Papa gemütlich. Das geht aus einem Bericht des Statistischen Bundesamts unter Berufung auf den Mikrozensus 2017 hervor.

Mit 34 Prozent haben gut ein Drittel der Söhne sogar im Alter von 25 Jahren noch ihre Füße unter dem elterlichen Tisch. Mit Anfang 30 immerhin noch jeder neunte Mann, bis die Zahl mit Anfang Vierzig auf unter vier Prozent sinkt. Bei den Frauen sind es mit 25 Jahren nur 21 Prozent, mit 30 wohnt lediglich noch jede 17. Tochter in der Kinderstube.

Dazu muss allerdings auch gesagt werden, dass wir Männer immer früher selbstständig werden, geht der Anteil der Knaben, die mit 25 noch bei den Eltern leben, seit den 90er Jahren doch kontinuierlich zurück. Bei den Mädels ist im gleichen Zeitraum dagegen kein signifikanter Unterschied zu verzeichnen.

Anders verhält es sich allerdings bei Studierenden. Denn diese lassen sich laut einer Studie des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE) immer länger von den Eltern aushalten, was vermutlich auf die immer höheren Mieten in den Unistädten und das sinkende Durchschnittsalter der Studierenden zurückzuführen ist.

Quelle: spiegel.de