Nicht nur wer gerade versucht, abzunehmen, hört öfter den Ratschlag, er müsste mehr Wasser trinken. Ärzte, Ernährungsexperten und Sportler raten einem gefühlt andauernd, zwischen zwei und vier Wasser am Tag in seinen Körper zu kippen. Doch stimmt das auch wirklich? Oder sollte man eher auf sein in diesem Fall besonders bezeichnendes Bauchgefühl hören? Eine aktuelle Studie ging der Frage auf den Grund.

Wie viel Wasser am Tag ist nötig, wie viel erreicht irgendwann den Punkt des Ungesunden? Damit setzte sich die Untersuchung auseinander, die unlängst im US Fachblatt „Proceedings of the National Academy of Sciences“ herausgegeben wurde, und kommt zu o. g. Fazit: „Hören Sie auf Ihren Körper“. Es gebe keineswegs eine Möglichkeit, so die Autoren der Studie, Regeln, die etwa auf acht Glas Wasser pro Tag schwören, in Form von Pauschalaussagen festzulegen, da die Menschen eben unterschiedlich sind. Wer es gewohnt sei, weniger Wasser zu sich zu nehmen, hätte allgemein auch weniger Durst, wie es in der Studie heißt.

Solche Wenigtrinker würden Probleme bekommen, wenn von ihnen plötzlich aufgrund von vorgeschriebenen Richtwerten verlangt würde, einfach so mehr Wasser zu trinken. Zudem seien Leute, die zu viel Wasser trinken, zuweilen gefährdeter als andere. Die Wassermenge könne nämlich Einfluss auf den Körper nehmen, zum Beispiel, wenn der Natriumsspiegel im Blut durch die enormen Mengen gefährlich absinke. Auch Schwindel könne sich einstellen. Als Tipp geben die Wissenschaftler dem Leser mit an die Hand, auf seinen Schluckreflex zu achten. Denn wem es schwerfalle, noch mehr Wasser zu trinken und wer dabei regelrecht gegen diesen Schluckreflex ankämpfen müsse, sollte unter keinen Umständen weitertrinken.

Quelle: businessinsider.de