Wer sich bisher dem Genuss einer E-Zigarette hingab, konnte sich noch wie ein mutiger Pionier fühlen. Wie ein Vorreiter, ein Trendsetter, der ohne die Gefahren zu kennen in ein unbekanntes Gewässer springt. Doch der weiße Fleck auf der Landkarte der Sünden ist keiner mehr, denn es liegen erste Zahlen vor.

Klingt allerdings dramatischer, als es ist, denn die unabhängigen britischen Experten attestieren der E-Zigarette, um ganze 95 Prozent weniger gesundheitsschädlich zu sein als herkömmliche Zigaretten. Des Weiteren sollen die trendigen Glimmstängel helfen, sich das Rauchen an sich abzugewöhnen.

„E-Zigaretten könnten vor allem die öffentliche Gesundheit revolutionieren, indem sie die enormen Gesundheitsrisiken des Rauchens reduzieren“, ergeht es aus dem Bericht der britischen Gesundheitsagentur Public Health England.

Hierzulande ist man dagegen nicht so euphorisch und verweist darauf, dass bisher keine solide klinische Studie zu den Gefahren der E-Zigarette vorliegt und eine international anerkannte Meinung ausbleibt. Martina Pötschke-Langer, Leiterin des WHO-Kollaborationszentrums für Tabakkontrolle am Deutschen Krebsforschungszentrum sagt dazu:

„Im Gegensatz zum Giftgemisch des Tabakrauches ist jedes Produkt weniger gesundheitsschädlich, aber die E-Zigarette birgt vor allem Gefahren für Jugendliche und Kinder. Die Werbung für E-Zigaretten wendet sich mit sehr geschicktem Marketing an Kinder und Jugendliche. Dadurch können Neugier und ein eventuelles Probierverhalten hervorgerufen werden.“

Wir halten fest: Gesundheitlich bedenklich sind E-Zigaretten nach wie vor, könnten aber eine weniger schädliche Alternative zur normalen Zigarette werden. Und in die Hände von Kindern und Jugendlichen gehört der Zigarettenersatz definitiv nicht.