Frauen machen Diäten, um andere Frauen zu ärgern. Männer hingegen aus gesundheitlichen Gründen. Jedenfalls war das so, bevor es Begriffe wie „Metrosexuell“ und „Hipster“ gab. So oder so, das leidige Thema Körpergewicht ist nun mal kein Frauenmonopol, weshalb das folgende Studienergebnis auch für uns Männer interessant sein dürfte. Die Forscher Yumi Hurst und Haruhisa Fukuda der Kyushu Universität von Japan haben nämlich eine recht einfache Methode parat, mit der es gelingen soll, abzunehmen und – was den meisten sehr viel schwerer fällt – das Gewicht zu halten.

Im Fokus der Untersuchung standen die Kausalbeziehung zwischen Fettleibigkeit und Lebensgewohnheiten sowie die Frage, ob sich eine Veränderung letzterer auch auf das Körpergewicht auswirkt.

Um das herauszufinden, werteten die Wissenschaftler die Daten von 60.000 Patienten aus. Diese waren zu bestimmten Gewohnheiten wie der Essgeschwindigkeit und den Uhrzeiten, zu denen gegessen wird, befragt worden, ebenso wie zu ihrem Zigaretten- und Alkoholkonsum oder der Neigung zu Mittagsschlaf. In Sachen Body Mass Index (BMI) wurden dabei Werte ab 25 als Übergewicht definiert.

BMI = Körpergewicht : (Körpergröße in m)2

Nun ging es den Forschern weniger darum, was gegessen wurde, sondern eher wie schnell sich ein Sättigungsgefühl einstellte und welche Auswirkungen es auf das Körpergewicht hat, wenn man die Essgeschwindigkeit als Variable nimmt. Dabei zeigte sich, dass Menschen deren Essgeschwindigkeit von den Experten als „normal“ gewertet wurde, mit einer 29 Prozent geringeren Wahrscheinlichkeit an Übergewicht litten, als jene, die sehr schnell aßen. Zudem nahmen Probanden, die im Laufe der Langzeit-Studie ihre Essgeschwindigkeit verringerten, eher ab.

Die Ursache, betonen die Wissenschaftler, liegt darin begründet, dass sich das Sättigungsgefühl bei Menschen mit gemächlicheren Essegewohnheiten ganz einfach schneller einstellt. Des Weiteren spielt die Uhrzeit, zu denen man seine Mahlzeiten einnimmt, offenbar eine große Rolle beim Thema Übergewicht. Denn Studienteilnehmer, die mehr als drei Stunden vor der Bettruhe nichts mehr zu sich nahmen, konnten über die Zeit hinweg einen besseren Body Mass Index für sich verbuchen als Spät-Esser.

Wir sehen also, es bedarf gar nicht unbedingt einer Holzhammer-Diät. Es reicht schon, sein Essen mit Bedacht zu genießen und sich an das zu halten, was Mutti uns schon früher gepredigt hat: Vor den Schlucken erst ordentlich kauen und im Bett wird nicht gegessen!

Quelle: businessinsider.de