Es soll ja Leute geben, die für ihre Karriere über Leichen gehen, die auf dem Weg nach oben die Schultern ausfahren und rücksichtslos jeden von der Leiter schubsen, der ihnen in die Quere kommt. Der Erfolg mag diesen Menschen Recht geben, besonders beliebt macht einen das aber nicht. Dabei könnte es doch so viel einfacher sein. Denn einer aktuellen Studie zufolge kann man seiner Karriere auf eine sehr viel angenehmere Art und Weise einen Schub verleihen: Mit Sex!

Und nein, damit ist jetzt nicht gemeint, sich hochzuschlafen. Glücklicherweise, denn dann wären wir Kerle schließlich im Nachtteil, wenn uns dieser Kleine Seitenhieb in Richtung Frauenquote gestattet ist. Vielmehr geht es darum, sich nach der Arbeit Zeit zu nehmen, Zärtlichkeiten mit seinen Partner auszutauschen. Forscher der Oregon State University fanden nämlich heraus, dass Sex unsere Leistungsbereitschaft auf der Arbeit, die Zufriedenheit und die Produktivität stärker beeinflusst als Kaffee und Powernaps.

Um das herauszufinden, führten die Experten an 159 Probanden, die Vollzeit arbeiteten und in festen Beziehungen lebten, dreimal täglich entsprechende Messungen durch. Und siehe da: Die Studienteilnehmer, die am Vorabend Sex hatten, zeigten sich am nächsten Morgen wesentlich motivierter und fokussierter. Nach eigenen Angaben verspürten sie ein starkes Gefühl der Selbstbeherrschung, verfügten über bessere Konzentration und ein gesteigertes Selbstwertgefühl.

Der Grund dafür sind die glücklich machenden Hormone Dopamin und Oxytocin. Ersteres macht Geist und Körper konzentriert und handlungsbereit, Letzteres – auch liebevoll „Kuschelhormon“ genannt – sorgt dafür, dass wir uns wohlfühlen und besser vertrauen können. Und das sind doch mal wesentlich bessere Voraussetzungen in den Arbeitstag zu starten als Verbissenheit und Stress.

Quelle: focus.de