Er ist eines der beliebtesten und gleichzeitig gefürchtetsten Science-Fiction-Szenarien überhaupt: Der Aufstieg der Maschinen, die sich über den Menschen erheben, hat schon in Millionen Büchern, Filmen und Videospielen die Leute das Fürchten gelehrt. Doch es muss nicht immer das Schreckensszenario aus „Terminator“ sein, bei dem Millionen Menschen durch Roboter zu Tode kommen. Laut einer neuen Studie killen Cyborgs und Co. in den kommenden Jahren etwas ganz anderes: Arbeitsplätze.

Der Aufmarsch der leblosen Knechte wird bis 2030 vor allem Opfer in der deutschen Arbeitswelt fordern, so lautet der Schluss einer Studie des renommierten McKinsey Global Institute. Knapp ein Viertel (24 Prozent) aller dann in Deutschland geleisteten Arbeitsstunden könnten ein Opfer der Automatisierung werden, davon sind die professionellen Unternehmensberater überzeugt. In den USA soll sich dieser Wert bei 23 Prozent, in China bei 16 und in Indien bei 9 Prozent bewegen.

Dieser Strukturwandel bedrohe Deutschland deshalb so besonders, weil die hier gezahlten höheren Arbeitslöhne für die Wirtschaft einen stärkeren Anreiz darstellten, menschliche Tätigkeiten lieber durch Maschinen durchführen zu lassen. Bis zu 12 Millionen Berufstätige, knapp ein Drittel aller Beschäftigten in Deutschland, könnten dadurch zur Aneignung neuer Fähigkeiten oder zum Stellenwechsel gezwungen sein.

Unter den betroffenen Berufsfeldern wären damit etwa vor allem Sachbearbeiter, doch auch Köche oder Schlosser. Zugleich sinkt das Arbeitskräftepotenzial durch den demographischen Wandel voraussichtlich um bis zu drei Millionen. Gute Neuigkeiten klingen wahrlich anders.

Quelle: spiegel.de