Wart ihr als Kind auch so enttäuscht, als ihr feststellen musstet, dass Ohrenschmalz nicht annähend so gut schmeckt wie Popel? Jaja, das war schon eine bittere Erfahrung. Die Freude dafür umso größer, wenn man beim Bohren in der Nase einen riesigen Schatz zutage förderte. Allerdings lernt man daraufhin sehr schnell, dass unser Umfeld diese Freude nicht so recht teilen mag. Wir wissen alle noch, wie es sich anfühlt, wenn einen die Mutter mit den Worten „Das gehört sich nicht!“ brutal beim Erforschen des Nasenloches unterbricht und das popeln damit zu einem widerwärtigen Akt degradiert, dem zeitlebens etwas Kriminelles anhaftet.

Doch wie sich nun zeigt, haben uns unsere Eltern damit keinen Gefallen getan! Forscher der international anerkannten Harvard University und des Massachusetts Institute of Technology fanden nämlich heraus, dass Nasenbohren und der anschließende Verzehr des Nasenschleims zu gesundheitlichen Vorteilen führen kann. Das gilt freilich nicht nur für Kinder, sondern für Erwachsene ebenso! Und wir wissen schließlich alle, dass es keinem Elternteil jemals gelungen ist, seinem Kind das Popeln für immer abzugewöhnen! Zum Glück!

Esst mehr Nasenschleim!

Die Forscher empfehlen sogar ausdrücklich, dass wir entgegen gesellschaftlichen Konventionen alle mehr in der Nase bohren und die Popel nach der Entfernung verspeisen sollten. Denn die im festgewordenen Nasenschleim enthaltenen sogenannten Speichel-Mucine helfen nämlich dabei, die Zähne vor Bakterien zu schützen, die für Hohlraume in eben jenen verantwortlich sind. Auf Basis dieser Erkenntnis versuchen Forscher derzeit sogar einen synthetischen Schleim mit dem gleichen Effekt zu entwickeln, welcher dann zum Beispiel in Form von Kaugummis oder Zahnpasta seine Wirkung entfalten könnte.

Doch damit nicht genug: Es mehren sich die Hinweise, dass Nasenschleim sogar vor Atemwegserkrankungen und Magengeschwüren zu schützen scheint, dass popelnde Menschen generell glücklicher, gesünder und besser im Einklang mit ihrem Körper sind und auch sonst, sei das Nasenbohren und das Verzehren der trockenen Überreste von Nasenschleim eine tolle Sache, um das Immunsystem unseres Körpers auf Vordermann zu bringen.

Gute Eltern lassen popeln!

Denn unsere Nase ist im Prinzip eine Art Filter, in dem viele Bakterien hängenbleiben. Gelangen diese durch den Verzehr in den Darm, wirken sie dort als eine Art Medizin. Insofern ist die soziale Stigmatisierung des Nasenbohrens kein Vorteil für die Gesellschaft und sollte laut den Experten eingestellt werden. Genaugenommen sollten Eltern ihre Kinder sogar zum Popeln ermutigen!

Wir freuen uns sehr darauf, unseren Eltern das alles mitzuteilen. Auch wenn damit zu rechnen ist, dass jeder durchschnittliche Vater mit den Worten „So ein Blödsinn! Weißt du was gesund ist? Das ist gesund!“ antworten und daraufhin herzhaft furzen wird. Eltern bleiben eben ein Leben lang peinlich!

Quelle: heilpraxisnet.de