Man muss auf dem heutigen Arbeitsmarkt flexibel sein, haben sie gesagt. Nicht immer so bequem sein und gerne auch mal einen weiten Anfahrtsweg in Kauf nehmen. Tja, dann dürfen sie sich aber auch nicht wundern, wenn wir andauernd krank sind. Denn Pendeln ist nachweislich gesundheitsschädlich.

Das zumindest behauptet der Soziologe Heiko Rüger vom Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung in Wiesbaden und beruft sich damit auf die Ergebnisse diverser Studien. Demzufolge verdoppelt sich das Risiko für einen schlechten gesundheitlichen Allgemeinzustand ab einer Wegstrecke von mindestens einer Stunde oder 50 Kilometern zur Arbeitsstelle. Staus uns Zugverspätungen führen zu erhöhtem Stress, hinzu komme laut ein chronischer Zeitmangel. Zeit, die dann später zur Regeneration fehlt.

Da sich in nächster Zeit jedoch wohl kaum etwas an der Tatsache ändern wird, dass täglich zig Tausende aufs Pendeln angewiesen sind, bleibt einem wohl bloß noch, sich den Weg irgendwie interessanter zu gestalten. Der Autor dieser Zeilen empfiehlt dafür spannende Hörbücher. Funktioniert übrigens auch gut während der Arbeit. Darf der Chef halt nur nicht rausfinden.