Ab wann zählt man selbst zu den Reichen in Deutschland? Eine interessante Frage, die rein auf das Einkommen bezogen, nun in einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) beantwortet wurde. Laut der Analyse, die für den „Spiegel“ gemacht wurde, zählt man generell mit einem monatlichen Einkommen ab  3529 Euro netto aufwärts zu den Topverdienern Deutschlands und zugleich zu den oberen zehn Prozent.

Ebenfalls zu den zehn Prozent zählen kinderlose Paare mit mehr als 5294 Euro netto im Monat sowie eine Familie mit zwei Kindern unter 14 Jahren und einem Einkommen von 7412 Euro monatlich.  Zudem brachte die Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft weitere interessante Fakten hervor. Mehr als die Hälfte der „Oberschicht“ sind Männer, 31 Prozent sind Singles.

Ganze 24 Prozent der Top-Verdienern sind Angestellte in hochqualifizierter Tätigkeit, gefolgt von 16 Prozent und Angestellten mit qualifizierter Tätigkeit, darunter Meister oder Facharbeiter. IW-Ökonomin Judith Niehues: „Bei Einschätzungen zum Thema Reichtum gehen Daten und Wahrnehmung besonders weit auseinander. […] Kaum jemand empfindet sich selbst als reich, gleichzeitig glauben viele, dass sehr große Teile der Bevölkerung reich sind.“

Generell ist der Wohlstand in Deutschland vor den Jahren vor der Corona–Pandemie sichtlich gestiegen. So verdiente die Hälfte der in Deutschland Lebenden 1869 Euro netto im Monat. Das sogenannte Median-Einkommen stieg nur ein Jahr später auf 1946 Euro monatlich.

Sicherlich ist nirgendwo einheitlich festgelegt, ab wann man reich ist. Aber zumindest kann man anhand der Studie ein wenig einordnen, ob man zu den Top-Verdienern in Deutschland zählt oder eben nicht. Am Ende definiert eh jeder für sich, was für ihn selbst Reichtum ist… was nicht immer Geld sein muss.

Quelle: bild.de