Die Herren der Schöpfung gelten allgemein als putzfaul und wenig an Hausarbeiten interessiert. Doch stimmt das? Eine aktuelle Studie hat sich der Frage gewidmet, nach welchen Kriterien Deutsche ihre Haushaltsmittel auswählen und welche Marken sie kaufen. Dabei kam auch die Frage auf, wie häufig Männer im Haushalt beim Putzen helfen oder dies selbst übernehmen – bei der Antwort gehen Frauen und Männer auseinander...

Das Marktforschungsinstitut Splendid Research strengte die Untersuchung im Juni 2018 in Form einer Online-Umfrage unter 1007 Bundesbürgern zwischen 18 und 69 Jahren an. Dabei offenbarten sich anfangs wenig überraschende Zahlen: 85 Prozent der Deutschen putzen ihren Haushalt selber, 4 Prozent leisten sich eine Putzkraft – und ein Prozent war so ehrlich, zuzugeben, nie zu putzen. Appetitlich.

Durchschnittlich putzt der Bundesbürger drei Stunden und zwanzig Minuten pro Woche, saugt Staub und wischt Fenster. Interessant wird es beim Punkt, was man unter „Putzen“ versteht. Denn in der Umfrage gaben zwei Drittel der Männer in Beziehungen an, sie würden putzen – doch nur 37 Prozent der befragten vergebenen Frauen bestätigten dies. Ein Widerspruch, der zeigt, dass Frauen und Männer den Begriff „Putzen“ anders einschätzen.

Diese Putzmittel bevorzugen die Geschlechter

Menschen beiderlei Geschlechts greifen dabei etwa gleich häufig zum Staubsauger – doch geht es um das Staubwischen, Waschen oder Wechseln der Bettwäsche, liegen die Damen deutlich vorn. Männer putzen im Schnitt knapp eine Stunde weniger als das schöne Geschlecht. Zudem kaufen wir Produkte wohl vor allem nach pragmatischen Gesichtspunkten, während Frauen dabei eher auf Umweltschutz und Inhaltsstoffe achten.

Ganz besonders wichtig ist der Damenwelt dabei der Geruch eines Reinigungsmittels. Übrigens: Am beliebtesten sind Produkte der Marke Frosch, die 52 Prozent der Verbraucher nutzen. Der gute alte Meister Proper begeistert immer noch 46 Prozent der Verbraucher, gefolgt von einem weiteren Klassiker: 43 Prozent der Deutschen benutzen die WC-Ente.

Bei den anderen Marken sind die Geschlechter gespalten: Frauen favorisieren Marken der beiden Großdrogerien Dm und Rossmann wie „Denkmit“ oder „Domol“, während Männer entweder ein Allzweckprodukt wie Ajax bevorzugen oder zur Billig-Variante vom Discounter greifen.