Von wegen, Bücher sterben aus! Fakt ist nämlich, dass immer mehr Menschen in Deutschland Kinder- und Jugendbücher kaufen. Im vergangenen Jahr waren es ganze 14,3 Millionen Einkäufer, wobei sich vor allem der Anteil an Männern erhöht hat, die Bücher oft spontan kaufen und dabei am liebsten auf eine gewöhnliche Buchhandlung zurückgreifen.

Den Beweis dafür liefert eine aktuelle Studie, die vom Marktforschungsinstitut GfK im Auftrag des Börsenvereins und der avj (Arbeitsgemeinschaft von Jugendbuchverlagen) durchgeführt wurde. Überraschend ist dabei, dass trotz der erhöhten Anzahl an Käufern der Umsatz leicht zurückgegangen ist (573,4 Millionen Euro / 2009 waren es noch 585,8 Millionen Euro). Auch die Anzahl der verkauften Bücher ist von 5,5 Millionen auf 4,8 Millionen gesunken, wobei Kunden aber für einzelne Bücher mehr Geld auszugeben bereit sind.

„Peu à peu kaufen mehr Jungs und Männer Bücher. Im Dreijahresvergleich ist ihr Anteil um 3% von 33% auf 36% gewachsen“, macht Simone Zinner als Trend aus. Gerade bei den Jungs gab es große Zuwächse. „Die Jungs beleben den Markt“, bestätigt Zinner. Trotzdem werden aber rund zwei Drittel der Jugendbücher vom schönen Geschlecht gekauft.

Auch der Anteil der Spontankäufer hat im Vergleich zugenommen und das insbesondere bei Männern. Ganze 39% der Käufer (32% im Vorjahr) hatten gar nicht geplant, sich ein Buch zu kaufen.