Studie: Lebenserwartung durch Corona deutlich gesunken – Seit rund anderthalb Jahren hält die Corona-Pandemie die Welt in Atem und hat Gesellschaften merklich verändert. Wenn man einer neuen Studie Glauben schenken mag, haben auch unsere Lebenserwartungen darunter gelitten. Den Wissenschaftlern zufolge sank die Lebenserwartung in vielen Ländern durch Corona so stark wie zuletzt zu Zeiten des Zweiten Weltkriegs.

Zu dieser Erkenntnis kamen Forscher des Leverhulme Centre for Demographic Science an der Universität Oxford, die nun ihre Ergebnisse im „International Journal of Epidemiology“ veröffentlicht hatten.

Co-Autor der Studie José Manuel Aburto: „In westeuropäischen Ländern wie Spanien, England und Wales, Italien, Belgien wurde ein solcher Rückgang der Lebenserwartung in einem einzigen Jahr zum Zeitpunkt der Geburt zuletzt während des Zweiten Weltkriegs beobachtet.“

In den USA leben Männer im Schnitt 2,2 Jahre weniger

Für ihre Studie wurden Daten aus 29 Staaten ausgewertet, darunter ein Großteil europäischer Länder. Insgesamt sei die Lebenserwartung insbesondere bei Männern merklich gesunken. Ganze 27 der untersuchten Staaten zeigen 2020 einen Rückgang der Lebenserwartung – in 22 der Länder um mindestens ein halbes Jahr.

Die Studie zeigte vor allem auf, dass Männer in den USA am stärksten betroffen sind. Demnach sank deren Lebenserwartung um ganze 2,2 Jahre im Vergleich zum Jahr 2019. Bezüglich der untersuchten europäischen Länder fiel auf, dass die Sterblichkeit vor allem bei den Über-60-Jährigen angestiegen ist.

Laut dem Statistischen Bundesamt liegt Stand August 2021 die Lebenserwartung in Deutschland für Männer bei 78,6 Jahren und für Frauen bei 83,4 Jahren.

Quelle: n-tv.de