Wer zu den sogenannten Nachteulen gehört, der muss sich morgens oft nervige Kommentare von gutgelaunten Frühaufstehern gefallen lassen. Umgekehrt haben Nachtmenschen oft kein Verständnis dafür, wenn Menschen mitten in der Nacht schlafen wollen. Wissenschaftler der San Jose State University in Kalifornien wollten wissen, warum unsere Uhren in dieser Hinsicht so unterschiedlich ticken.

Dazu untersuchten sie im Zuge ihrer Studie 90.000 Probanden, deren Genome zuvor sequenziert wurden, und stellten fest, dass unsere Gene dafür verantwortlich sein könnten, welchem Tagesrhythmus wir uns unterwerfen. Laut den Forschern wirken sich 15 Regionen des menschlichen Genoms darauf aus, ob wir eher ein Morgen- oder ein Nachtmensch sind. Aus dieser Erkenntnis hoffen die Mediziner nun, neue Behandlungen für Menschen mit Schlafproblemen ableiten zu können.

Weitere Ergebnisse förderten zutage, dass Langschläfer anfälliger für Depressionen und Adipositas zu sein scheinen. Dies zu untermauern, erfordere jedoch weitere Untersuchungen.