Gehört ihr eher zu diesen Menschen, die auf der Beliebtheitsskala ganz weit oben rangieren, oder seid ihr oft alleine, weil ihr kaum Freunde habt? Sollte Letzteres auf euch zutreffen, dann herzlichen Glückwunsch: Ihr habt mit großer Wahrscheinlichkeit einen hohen Intelligenzquotienten! Das geht zumindest aus den Ergebnissen einer Studie der London School of Economics hervor. Aber heißt das im Kehrschluss dann nicht auch, dass Menschen mit vielen Freunden dumm sind?

Natürlich lässt sich dies nicht generalisieren, doch die Untersuchungen des Evolutionspsychologen Satoshi Kanazawa, der vergangenes Jahr den Zufriedenheits-Level von 15.000 Menschen mit verschiedenen IQ's im Alter von 18 bis 28 Jahren gemessen und ausgewertet hat, deuten dies gewissermaßen an. Denn während das empfundene Glück bei Menschen mit durchschnittlichem Intelligenz-Level umso höher ist, je mehr soziale Beziehungen sie haben, gilt bei Hochintelligenten genau des Gegenteil. Letztere fühlen sich in Gesellschaft tendenziell eher unwohl und sind dementsprechend alleine deutlich zufriedener.

Einen möglichen Erklärungsansatz liefert uns Kanazawa mit der sogenannten "Savanna Evolutionstheorie". Diese besagt, dass unsere Vorfahren, die Sammler und Jäger, in kleinen Gruppen lebten und lebenslange Freundschaften zum Überleben und für die Reproduktion unerlässlich waren. Allerdings sind wir schon lange keiner Jäger mehr und im Zuge des technischen Fortschrittes auch nicht mehr auf einen harmonischen Kontakt zu unserem Umfeld angewiesen. Infolgedessen ist das menschliche Hirn hin- und hergerissen zwischen der ursprünglichen Aufgabe und der heutigen Realität. Eine Diskrepanz mit der hochintelligente Menschen besser umgehen können.

Savanna Evolutionstheorie

Die Tatsache, dass es aber nun mal sehr viel mehr durchschnittlich oder gar unterbelichtete Menschen gibt, führt dazu, dass sich die in der klaren Unterzahl befindlichen, extrem klugen Menschen immer wieder anpassen müssen, was für diese auf Dauer aber natürlich anstrengend ist. Also vermischt man sich gar nicht erst mit dem Rest der Gesellschaft und begnügt sich lieber damit, dieser im stillen Kämmerlein unter die Arme zu greifen, indem mal Sachen wie den Selfie-Stick erfindet. Wer den Film 'Idiocracy' gesehen hat weiß, wozu dieses Dilemma führen kann.

Bevor ihr euch nun aber zu Höherem berufen fühlt, weil euch keiner leiden kann, solltet ihr euch zuerst einmal fragen, ob das nicht vielleicht auch daran liegen könnte, dass ihr ganz einfach ein Arsch oder Klugscheißer seid. Es muss nämlich nicht immer ein hoher IQ sein…

Quelle: huffingtonpost.de