Studie: Kiffen kann Gehirn bei Jugendlichen schaden – Hier und da einen Joint, alleine oder mit Freunden, ist unter Jugendlichen nicht unüblich. Dabei sind beim Konsum von Cannabis natürlich auch etliche „Nebenwirkungen“ bekannt. Seither gibt es daher eine heiße Debatte, ob man Cannabis auch in Deutschland legalisieren soll.

Allerdings nicht bei Jugendlichen, denn ein internationales Forschungsteam hat während einer Studie festegestellt, dass Kiffen insbesondere bei Jugendlichen Langzeitschäden verursachen kann. Genauer gesagt können bleibende Schäden beim Konsumieren von Cannabis bei jenen entstehen, deren Gehirn noch nicht voll ausgereift ist.

Langzeitstudie mit 800 Teilnehmerinnen und Teilnehmer

Während der Langzeitstudie mit 800 Teilnehmerinnen und Teilnehmer zeigten Cannabis konsumierende  Jugendliche, dass sie nicht nur impulsiver waren, sondern sich auch schlechter konzentrieren konnten. Man startete hierbei mit 14 Jährigen, die bis dato noch nie Cannabis zu sich genommen hatten. In der Folgezeit überprüfte man dann die Hirnstruktur anhand von MRT-Aufnahmen.

Nach fünf Jahren griff ein Teil der Probandinnen und Probanden entweder regelmäßig oder nur gelegentlich zu Joints. Dabei zeigten die MRT-Scans deutliche Veränderungen am Gehirn, insbesondere einer verdünnten Hirnrinde in einem Bereich des präfrontalen Kortex. Der Teil des Gehirns, der Impulse kontrolliert und dafür zuständig ist, Probleme zu lösen und Dinge zu planen.

Schädigungen je nach Cannabis-Konsum

Die Schädigungen hingen dabei stark vom Cannabis-Konsum ab. Je mehr die Teilnehmerinnen und Teilnehmer konsumierten, je auffälliger waren die gesundheitlichen Folgen. Schlussendlich besagt die Studie auch, dass je jünger die Konsumierenden sind, so größer ist die Gefahr von Langzeitschäden fürs Gehirn.

Denn laut Professor Maximilian Gahr, Psychiater an der Uniklinik Ulm, ist die Entwicklung des Frontalhirns erst mit Mitte 20 abgeschlossen und reagiert bis dahin besonders stark und negativ auf Drogen.

Quelle: swr.de