Man sieht es dieser speziellen Gattung vor dem ersten Schluck am Morgen zwar nicht an, aber Kaffeetrinker leben länger. Eine Erkenntnis, die vielen hilflosen Opfern des frühen Morgens Mut macht und von einer jüngst veröffentlichten Studie der Harvard University gestützt wird.

Analysiert wurden ganze 200.000 Datensätze aus drei fortlaufenden Untersuchungen, welche die Ernährungsgewohnheiten von medizinischen Angestellten über 30 Jahre hinweg enthielten. 74.890 Frauen in der Nurses' Health Study, 93.054 Frauen in der Nurses' Health Study 2 und 40.557 Männern in der Health Professionals Follow-up Study.

Und dabei zeigte sich recht deutlich, dass Menschen, die ein paar Tassen Kaffee pro Tag zu sich nahmen, seltener an Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes erkranken als Verweigerer des schwarzen Gebräus. Offenbar schützt Koffein sogar vor suizidalen Gedanken und anderen neurologischen Beschwerden. Die lebensverlängernde Wirkung trete den Wissenschaftlern zufolge bei ein bis fünf Tassen ein. Eine sechste führe zu keiner weiteren Gesundheitsförderung, schade aber auch nicht.

Allerdings muss dazu gesagt werden, dass die Ergebnisse rein statistischer Natur sind, und bisher keinerlei Ursache-Wirkung-Prinzip nachgewiesen werden konnte. Rein theoretisch könnte es also auch sein, dass Menschen, die ohnehin eine bessere Konstitution haben, einfach lieber Kaffee trinken als andere.