Ein Drittel der Frauen hat eingeräumt, sich lediglich wegen einer Gratis-Mahlzeit auf Dates einzulassen. Dies ist das Ergebnis zweier aktueller Online-Studien, die ermitteln konnten, dass 23 bis 32 Prozent der Frauen sich auf sogenannte „Foodie Calls“ einlassen (ein Wortspiel zu „Booty Call“): Auf Dates mit Menschen, an denen sie kein leidenschaftliches Interesse hegen, sondern auf Kosten dieser Personen speisen/trinken möchten.

Die Professoren der Abteilung für Psychologie der Azula Pacific University konnten ermitteln, dass jene Frauen, die die drei sogenannten „dunklen“ Persönlichkeitseigenschaften mitbrachten – Psychopathie, Machiavellismus und Narzissmus – eine hohe Wahrscheinlichkeit zu Foodie Calls aufweisen.

Die erste Studie wurde mit 820 Teilnehmerinnen durchgeführt, die online eine Reihe von Fragen zur Ermittlung ihrer Persönlichkeitseigenschaften, ihrer Haltung zu Geschlechterrollen und ihrer Historie von Foodie Calls beantworten sollten. Auf die Frage hin, ob es akzeptabel sei, ohne echtes Interesse am anderen auf ein Date zu gehen, nur um dort gratis zu essen, antworteten 23 Prozent, dass sie dies selten oder gelegentlich täten.

Professor: „Könnten sogar noch häufiger auftreten.“

Wohlgemerkt: Der Großteil der Frauen, die mit „Nein“ antworteten, gab an, dass dieses Verhalten „extrem bis leidlich inakzeptabel“ sei. Die zweite Studie analysierte ähnliche Fragen, die mit 357 heterosexuellen Frauen durchgegangen worden waren. Hierbei kam heraus, dass 33 Prozent der Teilnehmerinnen sich per Date ein Gratis-Essen vom Mann hatten spendieren lassen, ohne an diesem überhaupt interessiert zu sein.

In beiden Studien wird betont, dass für die Teilnahme kein repräsentativer Querschnitt aller Frauen hinzugezogen wurde, daher kann nicht davon ausgegangen werden, dass sie das Verhalten sämtlicher Frauen widerspiegeln. Dr. Brian Collison, Studien-Coautor und außerordentlicher Professor am Institut für Psychologie der Azusa Pacific University, dazu:

„Mehrere dunkle Charakterzüge wurden mit trügerischem und ausbeuterischem Verhalten in romantischen Beziehungen in Verbindung gebracht, wie z. B. One-Night-Stands, das Vortäuschen eines Orgasmus oder das Senden unerwünschter Sexualbilder. Diese Dinge könnten durchaus häufiger vorkommen, zum Beispiel, wenn Frauen ihre Foodie-Calls angelogen oder falsch in Erinnerung behalten haben, um einen positiven Eindruck ihrer Dating-Historie zu erhalten.“

Quelle: unilad.co.uk