Außenstehende sehen bei großen Konzerten bloß Menschenmassen, schwitzende Körper dicht an dicht, einen brodelnden Hexenkessel aus Gliedmaßen und Lärm. Keine Chance, zum Bierstand zu gelangen, geschweige denn zum Klo. So etwas kann doch keinen Spaß machen und vor allem nicht gesund sein. Doch, kann es! Das bestätigt die Erfahrung von Konzertgängern seit jeher und nun auch noch die Wissenschaft.

Britische Forscher des ‘Center For Peformance Science’ am ‘Royal College of Music’ in London haben nachgewiesen, dass Livemusik sich positiv auf unseren Hormonhaushalt auswirkt. Dazu entnahm man ganz einfach jeweils vor und nach einem Konzert Speichelproben von Freiwilligen und untersuchte diese dann auf die Konzentration der Stresshormone Cortisol und Cortison. Und siehe da: Nach dem Konzert war diese wesentlich geringer.

Daisy Fancourt vom Centre For Performance Science erläutert:

Das ist ein erster, vorläufiger Beweis dafür, dass der Besuch eines kulturellen Events eine Auswirkung auf das Hormonsystem haben kann.

Die Studie hat jedoch einen Haken. Schließlich beziehen sich die Ergebnisse auf Besucher eines Konzerts mit klassischer und von daher relativ ruhiger Musik. Die Wirkung von Musik anderer Genres auf unseren Hormonhaushalt müsse erst noch untersucht werden.