Studie: Gin und Wodka helfen bei Heuschnupfen – Ihr kennt das Prozedere: Wir sind lediglich die Überbringer von Nachrichten! Was ihr daraus macht, ist eure Sache. Gebt uns von daher also nicht die Schuld, wenn euch der folgende, zugegebenermaßen etwas ungewöhnliche Ansatz, seiner Allergie beizukommen, zum Alkoholiker macht. Denn einer Studie zufolge sollen bestimmte Alkoholsorten die Symptome von Heuschnupfen lindern können.

So ergab eine Untersuchung der britischen Organisation „Asthma UK“, dass der Genuss von Gin und Wodka im Falle von Heuschnupfen durchaus förderlich sein kann, da diese Alkoholsorten, im Vergleich zu anderen alkoholischen Getränken, wenig bis gar kein Histamin enthalten.

Histamin ist ein Hormon, welches an der Immunabwehr, beziehungsweise allergischen Reaktionen, beteiligt ist, indem es unter anderem Juckreiz als Warnsignal an den Körper verursacht. Von daher spielt der Botenstoff für Allergiker eine große Rolle.

Nun wird Histamin zum einen vom Körper selber produziert, zum anderen aber auch über die Nahrung aufgenommen. Gesunde Personen können den Stoff in Darm und Leber wieder abbauen. Kommt es jedoch zu einer Anhäufung des Hormons, kann dies zu den typischen Symptomen von Heuschnupfen führen: Kopfschmerzen, Rötungen, Juckreiz oder Schwellungen der Schleimhäute.

Auf Lebensmittel mit hohem Histamingehalt zu verzichten

Um die körpereigene Reaktion auf die Allergie nicht noch zu befeuern, wird Allergikern geraten, auf Lebensmittel mit hohem Histamingehalt zu verzichten, wie etwa Tomaten, Erdbeeren oder Zitrusfrüchte. Zudem werden in der Behandlung von Heuschnupfen sogenannten Antihistaminika eingesetzt, welche die Histamin-Rezeptoren blockieren und somit die Wirkung des körpereigenen Botenstoffes abschwächen oder sogar ganz aufheben. 

Hier schließt sich der Kreis zum Alkohol. Denn da bei der Herstellung von Gin und Wodka, im Gegensatz beispielsweise zu Wein und Bier, so gut wie kein Histamin entsteht, entfalten die beiden Sorten laut der Studie eine ähnliche Wirkung wie ein Antihistaminikum.

Grundsätzlich ist dies eine gute Nachricht, bedeutet das doch, dass geneigte Allergiker auf der nächsten Gartenparty nicht gänzlich auf den Alkoholgenuss verzichten müssen, stand dieser doch bislang im Verdacht, allergische Symptome auf schwerwiegende Weise zu verschlimmern.

Doch auch wenn Gin und Wodka allergikerfreundlich sein mögen, muss betont werden, dass die Getränke keine heilende Wirkung entfalten. Sie helfen lediglich, Schwellungen der Schleimhäute zu mindern beziehungsweise diese nicht zu verschlimmern. Insofern betrifft die Entdeckung der Experten auch Menschen mit einer Histaminintoleranz.

Quelle: ruhr24.de