So manch einer unter uns schwört darauf, doch leider kann sich Nachtarbeit unter Umständen negativ auf die Gesundheit auswirken. Eine Tatsache, die schon länger bekannt ist. Experten warnen vor einem erhöhten Krebsrisiko, Störungen des Magen-Darm-Trakts, Übergewicht sowie vor der Gefahr, an Diabetes zu erkranken. Einer neuen Untersuchung zufolge ist das jedoch noch nicht die Spitze der Fahnenstange.

Denn wie ein internationales Forscherteam von der Harvard Universität in Boston im Fachmagazin 'JAMA' berichtet, sei das Risiko für die Entwicklung einer koronaren Herzerkrankung nach zehn Jahren Nachtschicht deutlich erhöht. Die Untersuchung von rund 240.000 Krankenschwestern in den USA, die seit besagter Zeitspanne im steten Wechsel für Tag- und Nachtschichten eingeteilt waren, hat eine um 15 bis 18 Prozent gesteigerte Wahrscheinlichkeit zutage gefördert. Das galt auch für Frauen, die vor Eintritt in den Nachtschicht-Rhythmus gesund waren. Interessanterweise konnte gleichzeitig auch belegt werden, dass das Risiko einer Herzerkrankung wieder abnahm, sobald eine der Damen nur noch tagsüber arbeitete oder in Rente ging.

Insofern sei man als Arbeitgeber gut damit beraten, vor der Einteilung der Schichten zu checken, welche Mitarbeiter für Nachtschichten geeignet sind. Denn die Wissenschaft unterscheidet in dieser Hinsicht zwischen verschiedene Typen von Menschen, den sogenannten ‘Chronotypen’. Zehn bis fünfzehn Prozent der Bevölkerung sind demnach Abendmenschen und funktionieren von daher besser zu später Stunde. Zwanzig Prozent bevorzugen den Morgen und der Rest sind Mischtypen. Insofern kann ein schneller Wechsel zwischen Tag- und Nachtschichten bei empfindlichen Menschen auch noch zu einer Art ‘Mini-Jetlag’ und somit zu Schlafstörungen führen.