Eine Glatze ist nichts, dessen man sich schämen müsste. Studien zufolge ist eine Platte sogar ein Zeichen von Autorität und beruflichem Erfolg. Und Frauen sollten sich über ein blankes Haupt beim Manne schon gar nicht beschweren, treiben diese doch seit Jahren den Trend voran, dass der moderne Kerl von heute seinen Körper am besten gleich ganz von Haaren befreit. Dennoch ist es natürlich ein Unterschied, ob man sich seiner Haarpracht eigeninitiativ entledigt oder ob uns Mutter Natur die Entscheidung ungefragt abnimmt. Da stellt sich dann natürlich die Frage, warum einige Männer bereits in jungen Jahren Federn lassen und andere bis ins hohe Alter eine üppige Haarpracht zur Schau stellen.

Natürlich gibt es viele Gründe, weshalb Männer unter Haarausfall leiden können. Das wissen auch die Genforscher der Uni Bonn und finden das Phänomen nach eigenen Aussagen eben darum äußerst „spannend“. Die „vielfältigen Beziehungen“ zu anderen körperlichen Merkmalen führen zu immer neuen Erkenntnissen, deren jüngste darin besteht, dass kleinere Männer offenbar ein größeres Risiko haben, eine Glatze zu bekommen.

Im Zuge einer Studie wurden nämlich die Gene von rund 11.000 Männern mit „frühzeitiger Kahlköpfigkeit“ und 12.000 Männern ohne analysiert.  Dabei stieß man nicht bloß auf einen Schuldigen im Erbgut, welcher für den Haarausfall verantwortlich ist, sondern gleich auf 63! Und manche Gene dieser üblen Truppe sind eben nicht bloß für die Haare zuständig, sondern zeichnen auch für eine geringe Körpergröße verantwortlich. Zudem spekulieren die Wissenschaftler noch darüber, ob diesem Gen-Konglomerat auch die Hautfarbe untersteht, was erklären könnte, „warum vor allem weiße Männer frühzeitig ihre Haare verlieren“.

Quelle: general-anzeiger-bonn.de