Die Deutschen machen Schulden, die aktuelle EOS-Schulden-Studie 2017 vom renommierten Meinungsforschungsinstitut Forsa zeigt, wofür. Der wichtigste Grund dafür ist das Wohnen: 82 Prozent aller Bundesbürger würden sich für den Kauf eines Eigenheims verschulden, noch 58 Prozent, um Haus oder Wohnung zu renovieren. Um ein neues Auto zu kaufen, würden immerhin 56 Prozent der Deutschen einen Kredit aufnehmen.

Einen Strich ziehen die Bürger beim Möbelkauf, hier würden gerade einmal 18 Prozent sich Geld leihen. Interessanterweise sind mehr Ostdeutsche gewillt, sich auch für Unterhaltungselektronik zu verschulden. Tatsächlich haben bereits 78 Prozent aller Deutschen schon einen Kredit aufgenommen, mehr als die Hälfte (51 Prozent) der Bundesbürger befindet sich aktuell in einer Tilgungsphase und zahlt ab, 28 Prozent einen Immobilien-, 22 Prozent einen Ratenkredit. 20 Prozent tilgen bei einem Autohändler oder Onlineversand per Ratenzahlung.
Nordlichter überschätzen sich
7 Prozent konnten geliehene Summen schon mal nicht zurückzahlen, insbesondere, weil sie ihre eigene Finanzsituation überschätzt hatten (89 Prozent) oder sich ihre Lebensumstände dramatisch verändert hatten, etwa durch eine Scheidung oder Jobverlust (77 Prozent). Auch hier klaffen Unterschiede, je nach Region der Befragten: Im Osten gaben 41 Prozent an, ihre Zahlungsschwierigkeiten hätten mit dem Verlust des Arbeitsplatzes zu tun, wohingegen dieser Wert im Norden (30 Prozent), Westen (29 Prozent) und Süden (17 Prozent) teils viel niedriger ausfiel. 

Dafür überschätzen sich die Verbraucher im Norden schon mal stärker als im Osten, 34 Prozent der Nordlichter hatten ihre finanziellen Verhältnisse falsch bewertet und sich entsprechend übernommen, während man im Osten mit 16 Prozent die Dinge realistischer zu betrachten scheint. Im Westen und Süden scheint es eher mit Scheidungen (23 Prozent bzw. 22 Prozent) zu tun zu haben, dass die Menschen in Zahlungsschwierigkeiten geraten.

Quelle: bild.de