Studie: Frauen finden Männer mit Bärten attraktiver – Beim Thema Bärte scheiden sich die Geister, die einen lieben den Holzfällerlook oder ihren aus der Zeit gefallenen Schnurrbart, andere mögen lieber eine glatte Rasur. Doch wie ist es eigentlich: Bevorzugen Frauen nun Männer mit Bart, oder nicht? Eine neue Studie findet auf diese uralte Frage eine eindeutige Antwort.

Die Untersuchung, an der sowohl Forscher der australischen Universität von Queensland als auch aus dem schottischen Stirling beteiligt waren, wurde im Fachblatt „Royal Society Open Science“ veröffentlicht. 919 hauptsächlich heterosexuelle Frauen im Alter zwischen 18 und 70 wurden im Verlauf der Studie mit Bildern von drei männlichen Gesichtern konfrontiert und sollten deren Attraktivität bewerten.

Bei den Fragen wurde sowohl ein Schwerpunkt auf kurze als auch auf Langzeitbeziehungen zu diesen Männern gelegt. Jedes der drei Gesichter wurde dabei einmal glattrasiert sowie einmal mit einer Bartvariante präsentiert. Die Frauen konnten die „Maskulinität“ der drei Gesichter in fünf Stufen anhand von Faktoren wie Bartfülle, Augenform oder einer markanten Kinnpartie bewerten.

Auch wurde die Haltung der Frauen zu Parasiten und Krankheiten sowie einem möglichen Kinderwunsch in die Studie mit einbezogen

„Maskulinen“ Gesichtstypen der drei Fotografien wurde dabei generell von den Frauen ein Vorzug vor „femininen“ Gesichtsformen gegeben. Dabei zeigte sich, dass Männer mit Bart generell als attraktiver eingestuft wurden als solche, die glattrasiert waren. Die am stärksten behaarten Gesichter erhielten dabei die positivste Resonanz. Die Wissenschaftler vermuten, dass Männer mit starken Bartwuchs größere körperliche sowie soziale Dominanz ausstrahlen.

Interessanterweise fanden die Frauen, die höhere Merkmale von Abscheu vor äußerlichen Parasiten wie Flöhen oder Läusen aufwiesen, auch Männer mit Bärten weniger attraktiv, während dies bei Frauen, die sich eher um Bakterien oder Viren sorgen, nicht der Fall war. Die Experten folgern in ihrem Studienfazit daher auch:
„Dies könnte als Hinweis darauf interpretiert werden, dass die Gesichtsbehaarung als Marker für die Gesundheit von Frauen mit hoher Krankheitserregerbesorgnis bevorzugt wird, oder dass die Gesichtsbehaarung Bereiche des Gesichts maskiert, die Krankheiten vermitteln würden.“ 

Studien-Coautor Anthony Lee gegenüber dem britischen „Guardian“: 

„Dies wird wahrscheinlich für den Großteil unserer evolutionären Vergangenheit der Fall sein. In der heutigen Zeit, mit zunehmender Pflege und insgesamt besserer Hygiene, könnte diese Verbindung zwischen Behaarung und dem Auftreten von Ektoparasiten zwar nicht mehr bestehen, wohl aber die daraus resultierende Tendenz.“

Lee betonte, dass Männer letztendlich ihre Entscheidung, sich einen Bart wachsen zu lassen oder ihn abzuschneiden, nicht von den Ergebnissen einer einzigen Studie abhängig machen sollten.

Quelle: unilad.co.uk