Studie: Forscher entdecken möglichen Hinweis auf Paralleluniversum – In Film und Fernsehen sind Paralleluniversen en vogue. Aber gibt es sie auch in Wirklichkeit – oder zumindest in dem, was wir als Wirklichkeit betrachten? Das fragt sich auch die Wissenschaft bereits seit geraumer Zeit, und mittlerweile gibt es tatsächlich erste Hinweise, die für die Existenz von Paralleluniversen sprechen.

Getrieben von der Idee, dass unsere Welt lediglich ein Teil zweier miteinander interagierender Realitäten sein könnte, tüftelten Viktor Galitski, seines Zeichens Mitglied im „Joint Quantum Institut“ (JQI), sowie die Doktorandin Alireza Parhizkar an einem mathematischen Modell, welches eine neue Perspektive auf die Grundfesten unserer Realität werfen könnte.

Die Ergebnisse der Studie veröffentlichten sie im Fachjournal „Physical Research Review“.

Zwar ist noch viel Forschungsarbeit zu investieren, sollte sich die Theorie jedoch messbar bewahrheiten, könnte sie einige der grundlegen Fragen der Astronomie beantworten. So zum Beispiel warum sich das Universum ausdehnt und wie dies mit den winzigsten Längen zusammenhängt, welche die Quantenmechanik zulässt?

In einer Pressemitteilung des JGI heißt es: 

„Die beiden Wissenschaftler stießen auf diese neue Perspektive, als sie sich mit der Erforschung von Graphenblättern – einzelnen Atomschichten aus Kohlenstoff in einem sich wiederholenden sechseckigen Muster – befassten.“

Den Wissenschaftlern fiel auf, dass die Graphen optisch einzelnen Universen ähneln.

Die elektrischen Eigenschaften stützen diese Vermutung, entstehen in Graphenstapeln durch die Wechselwirkung zwischen den einzelnen Schichten doch neue elektrische Verhaltensweisen. Den Forschern zufolge könnte eine ähnlich einzigartige Physik aus interagierenden Schichten auch anderswo entstehen – beispielsweise zwischen unserem und einem Paralleluniversum.

„Wir halten dies für eine aufregende und ehrgeizige Idee“, begeistert sich Galitski. „In gewisser Weise ist es fast schon verdächtig, dass es so gut funktioniert, indem es auf natürliche Weise fundamentale Merkmale unseres Universums wie die Inflation und das Higgs-Teilchen ‚vorhersagt‘.“

Quellen: futurezone.de , focus.de , jqi.umd.edu , journals.aps.org