Man muss echt kein Genie sein und keine medizinischen Fachblätter lesen, um zu wissen, dass Zucker Gift für den Körper ist – vor allem in Kombination mit Bewegungsmangel. Aber auch so richtet die süße Versuchung im Organismus bei übermäßigem Verzehr über längere Zeit Schaden an. Um dem entgegenzuwirken, süppeln figurbewusste Leute Wasser, statt zuckrige „Erfrischungsgetränke“ in sich hineinzuschütten.

Eine Tatsache, die der Lebensmittelindustrie nur allzu bewusst ist und die dieser vernünftigen Entscheidung seit Jahren mit auf Süßstoff basierenden Limos entgegenzusteuern versucht. Mit dem Versprechen gleichbleibenden Geschmacks ködert man alle, die keinen Bock auf H2O haben. Light- und Zero-Produkte versprechen eine köstliche Erfrischung, die noch dazu nicht schlecht für die Figur ist. Dass an der Sache irgendein Haken sein muss, hätte man sich dabei auch denken können.

Und so verwundert es kaum, dass eine aktuelle Untersuchung die Gefahren von Aspartam, Saccharose und Co. aufzeigt – ihr zufolge verändern die Ersatzstoffe unseren Blutzuckerspiegel derart umfassend, dass der Stoffwechsel langfristig in die Binsen geht.

Erschreckende Auswirkungen!
Das Team des Weizmann Institute of Science erprobte die negativen Auswirkungen der Ersatzstoffe. Zuerst an Mäusen – später zeigte auch die Mehrheit von über 380 menschlichen Testpersonen, die sich vorwiegend von Süßstoffen ernähren mussten, ähnliche Ergebnisse wie das Kleinvieh: Die Aufnahme von Traubenzucker war gestört, Gewichtszunahme und eine Veränderung der Darmflora konnten festgestellt werden. Die Folge: Das Diabetes-Risiko steigt gravierend – die Forscher warnen vor dem umfassenden Einsatz der Ersatzstoffe.

Medizinjournalist Thomas Müller steht den Studienergebnissen kritischer gegenüber. So schränkt er in der Ärztezeitung die Ergebnisse der Studie ein: „Auch wenn das Team um Suez recht beeindruckend belegen konnte, dass viel künstliche Süße das Diabetesrisiko fördert, so bleibt doch die Frage, ob die im Alltag verzehrten Süßstoffmengen dafür ebenfalls genügen.“

„Um die in den Experimenten verwendeten Dosierungen zu erreichen, wären etwa 20 Süßstofftabletten täglich nötig“, fügt Müller hinzu. Tja, Herr Müller, wir kennen durchaus Leute, die ein, zwei Flaschen Cola light am Tag in sich hineinschütten. In den Büros von Online-Journalisten ist sowas an der Tagesordnung. Und irgendwas sagt uns: Da ist sicher mehr Süßstoff drin als in 20 Tabletten …

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Quelle: Rundschau