Das Ergebnis der im Folgenden beschriebenen Studie wird einigen Leuten ein dickes Grinsen ins Gesicht zaubern, während andere wohl eher mit wütendem Unverständnis darauf reagieren. Insofern sei hier im Vorfeld festgehalten, dass wir von MANN.TV nur die Überbringer der Nachricht sind. Also köpft uns in den Kommentaren bitte nicht, wenn wir nun schreiben, dass schlaue Menschen nicht ins Fitnessstudio gehen.

So lautet nämlich das Fazit der Forscher von der Gulf Coast University in Florida, nachdem man dort die körperlichen Aktivitäten von Studenten untersucht hat. Diese wurden zuvor in zwei Gruppen eingeteilt: Die eine zeigte ein hohes Kognitionsbedürfnis – also die Tendenz, sich gern und intensiv Gedankengängen hinzugeben – und die andere … na ja … halt eher nicht.

Im nächsten Schritt wurden eine Woche lang alle 30 Sekunden die Bewegungen der Probanden-Gruppen gemessen und die Ergebnisse miteinander verglichen. Und wie sich zeigte, waren die Unterschiede mehr als deutlich. Denn die Denker bewegten sich in der Zeit wesentlich weniger, als die Nichtdenker.

Der Autor der Studie, Todd McElroy, sieht darin ein Zeichen, dass die Menschen, die sich gerne geistigen Herausforderungen hingeben, bereits mit ihrer Hirnaktivität ausgelastet sind und von daher ein nur geringes Bedürfnis nach Bewegung verspüren. Wer sich dagegen für komplexe Gedankengänge nicht die Bohne interessiert, bedarf äußerer Reize für die geistige Stimulanz. Sprich: Bewegung! Es könnte aber auch bedeuten, dass sportlich sehr aktive Menschen sich lediglich vor anspruchsvollen Aufgaben drücken, mutmaßt McElroy.

Wasser auf die Mühlen all der Menschen, die sich immer wieder Faulheit vorwerfen lassen müssen:
Nur, weil man faul wirkt, heißt das nicht, dass man keinen komplexen und hochmotivierten Gedanken nachgeht.

Eine prima Ausrede, über die man aber natürlich nicht vergessen sollte, dass körperliche Bewegung immer noch wichtig für den Körper ist. Auch Leute, die gerne den Kopf rauchen lassen, werden im Sinne ihrer Gesundheit einen Weg finden müssen, sich zu motivieren.

Während die federführenden Forscher ihren Studienergebnissen eine hohe Signifikanz einräumen, gibt es aber auch kritische Stimmen. Denn an der Studie nahmen lediglich 60 Studenten teil. Laut der British Psychological Society zu wenige, um das Ergebnis auf die breite Masse anwenden zu können.

Quelle: n24.de