Nach allem, was man so über Facebook so liest, huldigt die digitale Genration einem bösartigen Dämon, der sich ein Volk aus Glas erschaffen hat. Umso erfrischender, dass eine aktuelle Studie auch mal etwas Gutes über die Nutzung der Mutter aller sozialen Netzwerke zu berichten weiß. Denn so wie es scheint, wird unsere Folgschaft immerhin mit einem längeren Leben belohnt.

So zumindest das Ergebnis einer amerikanischen Untersuchung, welche kürzlich im Fachblatt „Proceedings of the National Academy of Sciences“ veröffentlicht wurde. Demzufolge können die einschlägigen Netzwerke helfen, soziale Bindungen zu verbessern und zu festigen, was sich wiederum positiv auf die Gesundheit auswirkt.

In dem Artikel heißt es: „Das Risiko, in einem bestimmten Jahr zu sterben, liegt für Facebook-Nutzer zwölf Prozent niedriger als für Facebook-Verweigerer.“

Mehr Freunde verlängern die Lebensspanne

Hinzu kommt, dass die Lebensspanne mit der Größe des eigenen Netzwerkes zu wachsen scheint. Soll heißen, dass Menschen mit durchschnittlich oder besonders vielen Kontakten mehr Jahre auf der Lebensuhr verbuchen können, als diejenigen mit wenigen. Die Anzahl der Likes habe dagegen keinen Einfluss.

Und auch wenn es vielleicht schwer zu glauben ist, liegen der Studie immerhin zwölf Millionen anonymisierte kalifornische Online-Profile zugrunde, die man mit den Gesundheitsdaten von nicht auf Facebook registrierten Kaliforniern verglichen hat. Ein Aufwand, der über zweieinhalb Jahre in Anspruch nahm.

Allerdings warnen die Forscher vor dem Trugschluss, dass Facebook generell gut für die Gesundheit sei. Immerhin steht den Ergebnissen eine andere Studie aus Dänemark gegenüber, die nachweisen konnte, dass sich eine Gruppe von Facebook-Nutzern nach sieben Tagen Online-Abstinenz deutlich zufriedener und ausgeglichener einschätzte als vor dem Experiment.

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Quelle: mopo.de