Bisher galten E-Zigaretten als hippe und vor allem ungefährliche Alternative zu herkömmlichen Kippen. Doch nun bläst auch Elektrorauchern giftiger Wind entgegen. Experten warnen vor verschiedenen Gefahren beim Inhalieren der Liquids, die von Entzündungen der Atemwege durch Propylenglykol und Aromen bis hin zum Krebsrisiko durch Nikotin reichten. Manche fordern gar das generelle Verbot von Aromastoffen.

So zum Beispiel die Leiterin der Stabsstelle Krebsprävention beim Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) in Heidelberg, Martina Pötschke-Langer, die damit vor allem den Schutz von Kindern und Jugendlichen vor Augen hat. Für diese stellen Aromastoffe wie Bubble Gum oder Gummibächen nämlich eine ganz besondere Verlockung dar. Und tatsächlich gaben in einer Umfrage ein Drittel der 12- bis 17-jährigen Kids an, bereits mindestens einmal die E-Zigarette ausprobiert zu haben.

Warum auch nicht? Immerhin fallen die elektronischen Inhalationsprodukte bisher noch nicht unter das Jugendschutzgesetz. Eine Lücke, die aber bald geschlossen wird. Bereits im November ist sich das Bundeskabinett darüber einig geworden, den Verkauf an Kinder und Jugendliche zu verbieten. Wenn im nächsten Schritt der Bundestag dem Entwurf zustimmt, dann wird das Verbot voraussichtlich 2016 in Kraft treten.