In den meisten Fällen, wenn wir euch von neuen Studien berichten, sind wir der Überbringer schlechter Kunde – und das macht sogar keinen Spaß. Doch in diesem Fall sieht das anders aus. Denn eine neue Untersuchung bestätigt: Ein Bier am Tag vertreibt nicht nur Kummer und Sorgen, sondern beugt auch Herzinsuffizienz sowie dem gefürchteten Herzinfarkt vor. Wenn das keine guten Nachrichten sind, Männer, wissen wir auch nicht – also reißt euch ’ne Kanne Pils auf, genießt in Maßen und freut euch.

Doch nicht nur Bier schützt, mäßiger Alkoholkonsum im Allgemeinen beugt dem Risiko vor, Herzinfarkte, Angina und Herzschwäche zu entwickeln. Dies fanden Wissenschaftler der renommierten University of Cambridge in Zusammenarbeit mit Forschern des University College London heraus: Der alkoholische Gegenwert von einem Bier pro Tag beugt ihnen zufolge dem Risiko vor, mehrere schwere Herzerkrankungen zu erleiden. Dieses Fazit veröffentlichten die Forscher in dem Fachmagazin British Medical Journal.

Wichtig: Trinken in Maßen

Im Zuge ihrer sogenannten Beobachtungsstudie „ohne definitive Schlussfolgerungen“ nahmen die Wissenschaftler mehr als 1,93 Millionen britische Bürger in Augenschein und attestierten geringen Mengen Alkohol die vorbeugende Wirkung. Dies deckt sich auch mit epidemiologischen Untersuchungen aus den letzten vier Jahren, die das gleiche aussagen. „Durch den mäßigen Konsum entsteht eine schützende Wirkung für das menschliche Herz, im Vergleich zu nicht trinkenden Menschen“, so die Forscher. Die hatten in vorherigen Untersuchungen bereits nachgewiesen, dass Alkohol auch eine positive Wechselwirkung mit dem sogenannten „gesunden“ HDL-Cholesterin im menschlichen Blut entwickeln kann.

Natürlich verleugnen die Wissenschaftler keinesfalls, dass Alkohol im Übermaß extrem schädlich sein und todkrank machen kann. Doch moderate Trinker bleiben dem Arzt länger fern und leben etwas gesünder. Doch die Forscher wissen natürlich auch, dass es bessere Wege gibt, das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu senken, etwa regelmäßige Bewegung oder mit dem Rauchen aufzuhören. Trotzem: Geht es nach den Forschern, so sollten die generellen Alkoholrichtlinien überarbeitet werden, um der positiven Wirkung von wenig Alkohol entgehenzukommen. „Dennoch ist es wichtig, sich daran zu erinnern, dass die Risiken des Alkoholkonsums die Vorteile überwiegen“, so die Verantwortlichen der Studie.

Quelle: heilpraxisnet.de