Wir haben ja bereits über den heilenden Effekt einer intakten Ehe berichtet. Insbesondere Herzkrankheiten treten bei zufriedenen und gut gepflegten Ehemännern weit seltener auf, als bei Singles, die einen sehr viel ungesünderen Lebensstil pflegen. Allerdings blieben wir euch die Antwort auf die Frage schuldig, wie es uns in kaputten Ehen ergeht. Doch auch dafür haben wir nun Studienergebnisse vorliegen.

Und wie nicht anders zu erwarten, kehrt sich die gesundheitsfördernde Wirkung einer positiven Beziehung radikal ins Negative, sobald die Stimmung kippt. Forscher der US-amerikanischen Michigan State University fanden heraus, dass unglückliche Paare mit zunehmenden Alter immer stärker gefährdet sind, an Bluthochdruck und Arteriosklerose (Arterienverkalkung) zu erkranken, und Opfer eines Herzinfarktes oder Hirnschlages zu werden. In Kombination mit dem schwächer werdenden Immunsystem wirke sich die Belastung nämlich besonders schädigend auf unser Herz-Kreislauf-System aus. Dabei beruft man sich auf Langzeitdaten von 1.200 Frauen und Männern im Alter zwischen 57 und 85 Jahren.

Immerhin, Frauen leiden gesundheitlich stärker an den Umständen einer unglücklichen Ehe als wir Männer, was nach Meinung der Wissenschaftler daran liegt, dass diese eher dazu neigen, belastende Gefühle in sich hineinzufressen – was in der Folge depressiv macht.