Vermutet haben wir es schon alle, wenn wir Freude anschauen, die ruhiger geworden sind, geheiratet haben. Doch jetzt ist es nachgewiesen: Eine aktuelle Studie aus dem englischen Bath konnte aufzeigen, dass Männer nach der Hochzeit und insbesondere der Geburt des ersten Kindes zunehmen.

Zwischen 1999 und 2013 wurden insgesamt 8729 Männer alle zwei Jahre gebeten, Angaben zu ihrem Familienstand sowie zu Körpergröße und Körpergewicht zu machen. Diese Daten wurden ausgewertet und der Body-Mass-Index (BMI) hergeleitet. Im Verlauf der insgesamt 14 Jahre heirateten knapp ein Viertel (24 Prozent) aller Probanden, 39 Prozent wurden in diesem Zeitraum Vater und 12 Prozent annullierten ihre Ehe. Die Ergebnisse der Untersuchung sprechen für sich: In Ehe lebende Männer sind schwerer als Junggesellen.

Wer sich scheidet, lebt schlanker

Ganz 1,4 Kilo durchschnittliches Körpergewicht liegen die Verheirateten über dem Durchschnitt ihrer Single-Altersgenossen. Dabei weist die Untersuchung nach, dass das Männergewicht während der Schwangerschaftsphase zwar weitgehend gleich bleibt, doch nach der Geburt ansteigt. Die Geschiedenen waren hingegen schlanker, das Gewicht sank wieder. Warum verheiratete Männer zunehmen, dafür gibt es verschiedene Theorien.

So essen verheiratete Kerle regelmäßiger und vor allem umfangreicher zu festen Zeitpunkten mit ihrer Partnerin. Ist erstmal ein Kind da, fehlt es oft an der Zeit für Sport – eine mögliche Folge: Gewichtszunahme. Die Wissenschaftler gehen auch davon aus, dass der durch die Vaterschaft gesunkene Testosteronspiegel das Ansteigen der Pfunde-Kurve begünstigt. Eine Scheidung hingegen setzt Menschen psychisch unter Druck – viele essen unter solchen Umständen oft weniger, so die Forscher.

Quelle: noz.de