Dampfen. 3,5 Millionen Deutsche greifen laut aktuellen Zahlen bereits zur E-Zigarette. Doch laut einer neuen Studie ist der Ersatz für das herkömmliche Zigarettenrauchen keineswegs gesund, sondern soll ernsthafte Folgen haben: So soll das Dampfen das Krebsrisiko erhöhen, weil das Erbgut durch das Einatmen des Dampfs mutiert.

Bislang hatten viele Forscher die E-Zigaretten als „gesündere“ Alternative zur Zigarette propagiert, wie aus einem „Zeit“-Artikel hervorgeht. Weil sie helfen, mit dem Rauchen aufzuhören, erwiesenermaßen weniger Schadstoffe enthalten als übliche Tabakwaren und laut Angaben des britischen Gesundheitsministeriums sogar 95 Prozent weniger schädlich sein sollen als ihre althergebrachten Sargnägel-Pendants. Andere Experten und Politiker sehen das anders. So bezeichnete CSU-Gesundheitsministerin Melanie Huml die E-Zigarette als „Übel“, das auch in kleinerer Form „immer noch ein Übel“ sei. 

Dampfen so schädlich wie Passivrauch

Die aktuellen Forschungsergebnisse aus New York unterstreichen dies: Demnach begünstigen auch E-Zigaretten Krebs, wie der britische „Guardian“ berichtet. Beim Versuch an menschlichen Blasen- und Lungenzellen wurden diese durch die Dämpfe in Mitleidenschaft gezogen und mutierten rascher als erwartet. Auch im Tierversuch an Mäusen wurde diese Beobachtung bestätigt, zudem sei die natürliche DNS-Reparatur der Tiere danach eingeschränkt gewesen. Diese Mutationen seien laut dem Studienleiter Dr. Tang mit denen vergleichbar, die Passivrauchen hervorrufe. Es seien aber mehr Untersuchungen nötig, um zu prüfen, ob das „Dampfen“ auch wirklich Krebs hervorrufe.

Der Dampf enthalte zwar weniger krebserregende Substanzen als Zigarettenqualm, das Risiko für Lungen- oder Blasenkrebs sowie Herzkrankheiten liege dennoch höher als das von Nichtrauchern. Das Fazit der Forscher: Das Dampfen sei keine sichere Alternative zum Zigarettenkonsum.

Quelle: huffingtonpost.de