Beim Thema E-Zigaretten steht das Nachrichtenkarussell mit seinem schier endlosen Wechsel aus Studien, die die Dinger verteufeln und solchen, die sie lobpreisen, nicht still. Unlängst wurde eine Übersichtsarbeit der Wissenschaftsorganisation Public Health England (PHE) zu diesem Thema veröffentlicht. Diese bestätigt der E-Zigarette ausgezeichnete Eigenschaften im Vergleich zum herkömmlichen Sargnagel.

Die E-Zigarette ist demnach um 95 Prozent weniger schädlich als die klassische Tabakvariante. Sie stelle daher für Raucher eine gute Möglichkeit dar, das Gesundheitsrisiko ihres Lebensstils drastisch zu senken. Tatsächlich aber meiden nach wie vor viele klassische Tabakraucher das „Dampfen“ und steigen nicht um. 44,8 Prozent der britischen Bevölkerung sind sich den Studienergebnissen zufolge nicht bewusst, wie viel weniger schädlich E-Zigaretten im Vergleich zu klassischen Tabak-Varianten sind. Tatsächlich offenbarte die Untersuchung, dass nur sehr wenige (< 1 Prozent) E-Zigaretten-Raucher junge oder erwachsene Menschen sind, die noch nie geraucht haben.

Nichtraucher und Jugendliche: Kein Interesse am Dampfen

Die meisten E-Zigaretten-Dampfer sind demnach Erwachsene, die ihren Tabakkonsum durch eine Alternative ersetzen wollen – aus welchen Gründen auch immer. Professor Kevin Fenton, der Direktor der PHE: „E-Zigaretten sind nicht völlig risikofrei, aber im Vergleich zum Tabak gibt es ausreichend Beweise, dass sie nur einen Bruchteil der Schädlichkeit besitzen. Das Problem ist, dass viele Menschen die E-Zigarette für mindestens so schädlich wie die Tabakzigarette halten und hierdurch von einem Wechsel abgehalten werden.“

Dac Sprengel, der Vorsitzende des Verbandes des eZigarettenhandels, kommentierte: „Diese neuen Ergebnisse aus Großbritannien lassen sich auch auf den deutschen Markt übertragen. Die wissenschaftliche Faktenlage ist unbestritten. Aber eine größere Gruppe in der Bevölkerung vermutet in der E-Zigarette ein ebenso großes Übel wie bei der Tabakzigarette. Diesen Widerspruch aufzuklären ist eine ethische Aufgabe für uns alle, ob Befürworter oder Gegner. Denn es geht hier um eine Vielzahl von Menschenleben, die durch die E-Zigarette gerettet werden könnten.“

Quelle: vd-eh.de