Wir sind ein Männerportal, diese News geht also eher an eure Frauen oder an Spinnenphobiker: Die zunehmende Kälte lockt Winkelspinnen in eure Wohnstätten – die hausen normalerweise draußen, in Mauerritzen oder unter Steinen, doch nun wandern sie in wärmere Gefilde ab: eure Behausungen. Bis zu zehn Zentimeter wird der Krabbler groß und bis zu sechs Jahre alt – empfindsameren Naturen kann bei so einem Anblick schon anders werden.

Zumal so eine Winkelspinne durchaus zubeißen kann, wenn sie sich bedroht fühlt. Gefährlich ist so ein Einsatz der Mundwerkzeuge zwar nicht, aber durchaus unangenehm für Betroffene. Denn der Biss kann Brennen und sich röten, was nicht nur am Verdauungssekret der Tiere liegt, sondern auch an Schmutz an den Beißhaken, der für eine leichte Entzündung sorgt. Dass es plötzlich so wirkt, als wären es so viele Winkelspinnen, die über Deutschland „herfallen“ liegt übrigens einfach in der Tatsache begründet, dass es kälter wird, fallt also nicht auf mediale Panikmache herein.

Da die Tiere Höhlen und Röhren sowie warme Plätze lieben, nisten sie sich insbesondere in Schränken, Winkeln und manchmal auch herumliegender oder gefalteter Kleidung ein – entsprechend solltet ihr solche Orte im Herbst und Winter dann und wann nach „Besuch“ durchforsten und die Tiere mit einem Glas und einer Postkarte ins Freie oder den Keller setzen. Außer natürlich, Gekreisch macht euch nichts aus, ihr wisst schon. Aktiv ist der Krabbler übrigens in den Abend- und Nachtstunden. Wenn ihr die röhrenförmigen Netztunnel der Tiere findet, solltet ihr diese ebenso entfernen – denn sonst ziehen andere Winkelspinnen dort ein.

Quelle: rtlnext.rtl.de