Normalerweise stehen wir Studien und Umfragen mit der nötigen professionellen Distanz gegenüber, aber die folgenden Ergebnisse lassen das zerbrechliche Redakteursherz dann doch bluten: Nur 36 Prozent der Deutschen vertrauen Journalisten. Und das liegt, wenn man die Zahlen des Vorjahres hinzuzieht, sicherlich nicht bloß an den ganzen Lügenpresse-Vorwürfen. Journalisten sind eben „konstant unbeliebt“. Na dann …

Schuld an all den tränennassen Tastaturen in der mann.tv-Redaktion ist die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK), welche kürzlich die alljährliche Studie zur Beliebtheit von Berufsgruppen veröffentlichte.

Ganz weit oben sind die Feuerwehrleute, denen überwältigende 96 Prozent der Befragten ihr vollstes Vertrauen aussprachen. Mit 95 Prozent folgen ganz knapp Krankenpfleger- und Schwestern. Apotheker kommen auf 90, Ärzte auf 89 Prozent. Helferberufe genießen hierzulande also ein verdient hohes Ansehen.

Am anderen Ende der Fahnenstange befinden sich wenig überraschend Politiker. Bloß 14 Prozent behaupten von sich, den Repräsentanten des Volkes „voll und ganz“ zu vertrauen. Versicherungsvertreter belegen mit lediglich 22 Prozent den vorletzten Platz in der Beliebtheitsskala. Werbefachleute kommen mit 27 Prozent kaum besser weg.