Nein, sonderlich aktiv sind wir Deutschen nicht! Das ergab eine mit „Beweg dich, Deutschland“ betitelte Studie des Meinungsforschungsinstitutes Forsa im Auftrag der Techniker Krankenkasse. Aus dieser geht hervor, dass sich mehr als jeder Dritte hierzulande im Alltag weniger als eine halbe Stunde bewegt. Das nächste Drittel kommt gerade mal auf eine Stunde.

Ernüchternde Zahlen, welche jedoch je nach Bundesland variieren. Spitzenreiter ist Nordrhein-Westfalen, wo sich doch tatsächlich vier von zehn Menschen mehr als eine Stunde pro Tag bewegen. Und nicht nur, dass dort zudem jeder Zehnte regelmäßig trainiert und an Wettkämpfen teilnimmt, versammeln sich in NRW mit neun Prozent auch noch die meisten aktiven Fußballer.

Demgegenüber stehen jedoch selbst in Nordrhein-Westfalen 47 Prozent, die sich immer noch als Sportmuffel bezeichnen. Am faulsten ist man allerdings in Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland, wo es vier von zehn Menschen nicht gelingt, sich mehr als 30 Minuten zu bewegen.

Deutschlandweit beträgt der Anteil an Sportmuffeln 30 Prozent, weitere 18 Prozent bezeichnen sich gar als „Anti-Sportler“. Bei ganzen 50 Prozent dient „Ich kann mich nicht aufraffen“ als Hauptausrede. Auch beliebt: „Körperliche Einschränkungen wie Übergewicht oder Krankheit.“ (37 Prozent), „Beruflich zu stark eingebunden“ (35 Prozent) oder „Schlechtes Wetter“ (34 Prozent).

Das hat natürlich Folgen: 45 Prozent der Deutschen klagen über Rückenprobleme, ein Drittel über Stress, Müdigkeit und Schlafstörungen, ein Fünftel über Übergewicht und ebenso viele über Kopfschmerzen. Laut Studie werde dies vor allem dadurch begünstigt, dass wir immer mehr im Sitzen arbeiten, da die fortschreitende Digitalisierung viele Wege unnötig macht. Kein Wunder also, dass die Techniker Krankenkasse 2015 mit durchschnittlich 15,4 Tagen den höchsten Stand an Krankmeldungen seit Beginn der TK-Gesundheitsberichtserstattung dokumentieren musste.