„Alle, die mit uns auf Kaperfahrt fahren, müssen Männer mit Bärten sein…“ Das alte Piratenlied ergibt Sinn, wie eine neue Studie aus Australien nachweist. Denn der zufolge profitieren Männer mit dichtem Bartwuchs von einem bisher nicht so beachteten Phänomen: Schutz vor Hautalterung – und damit vor Alterung. Ganze 95 Prozent der schädlichen UV-Strahlen der Sonne, die dem Kopf bestimmt sind, bleiben im Bart hängen.

Damit haben die Gesichtsflusen einen natürlichen Lichtschutzfaktor von 21. Nicht schlecht. Der leitende Autor der Studie, Alfio Parisi, gegenüber „The Independent“: „Auch, wenn Bärte wohl nie ein so sicherer Sonnenschutz sein werden wie Sonnenmilch, stellen sie doch tatsächlich einen Faktor beim Blockieren von UV-Strahlung dar.“ Dieser Schutz ist nicht nur gut für die Haut – weniger UV-Strahlen bedeuten etwa auch eine langsamere Hautalterung.

Weniger Falten, Flecken und jugendlichere Haut für Bartträger

Nebenbei genießt man so auch ein niedrigeres Hautkrebsrisiko. Der Dermatologe Dr. Adam Friedmann betont diese Vorzüge: „Sonneneinstrahlung ist die Hauptursache für Lichtalterung und Hautschäden, daher ergibt es Sinn, dass ein dichter Bart Ihre Haut gut vor den Anzeichen der Alterung schützen kann. Das bedeutet weniger Falten und eine Verringerung der im Gesicht häufig vorkommenden Altersflecken (Leberflecken).“

Den gleichen Schutz gewährt laut Friedmann auch dichter Haarwuchs: „Menschen mit dichtem Haar neigen nicht dazu, Hautkrebs oder Lichtalterung auf der Kopfhaut zu bekommen, bis sie ihre Haare verlieren. Daher wissen wir, dass es eine tatsächliche UV-Schutzwirkung gibt.“ Interessant ist, wie die Forscher zu ihren Studienergebnissen gelangten: Sie legten Schaufensterpuppen als Dummys in die Sonne.

Einige trugen Bärte und dichtes Haar – und andere nicht. Dann wurden die Emissionen in den unterschiedlichen Dummys gemessen. Klingt fast wie eine Folge „Mythbusters“.

Quelle: ladbible.com