Dass sich Paare auch mal heftiger streiten, ist gemeinhin bekannt. Doch wo liegt eigentlich das größte Konfliktpotenzial? Einer aktuellen Studie zufolge ist insbesondere das Thema Haushaltsführung ein ganz schöner Zankapfel zwischen den Geschlechtern – und dabei geht es keineswegs um herumliegende Socken oder den berühmt-berüchtigten hochgeklappten Klodeckel.

Die Untersuchung des „Council of Contemporary Families“ offenbarte, dass vor allem im Thema Abwasch einer der größten Streitpunkte für Beziehungen zwischen Männern und Frauen liegt. Und das hat einen ganz bestimmten Grund. Den kennt Dan Carlson, Assistenzprofessor für Familien- und Verbraucherstudien an der University of Utah, der als Hauptautor der Untersuchung fungiert:

„Geschirr abzuwaschen ist widerlich. In der Spüle liegt einfach alles, auch schimmliges Essen. Wenn Sie Kinder haben, auch mal Schnabeltassen mit geronnener Milch, die einfach ekelhaft stinken. Außerdem weiß Mann genau, dass er für das Spülen nicht so viele Komplimente bekommt wie für Gartenarbeit oder Kochen. Ich meine, was gibt es da zu sagen: 'Oh, das Besteck ist so … funkelnd?“

Kein Bock mehr auf Drecksarbeit beim schönen Geschlecht

Der Knackpunkt liegt, so die Studie, beim Thema der Aufgaben der Haushaltspflichten: Kloputzen, Geschirrspülen oder Wäschewaschen seien immer noch Tätigkeiten, die traditionell mit dem weiblichen Geschlecht verbunden würden – allesamt unbeliebte Haushaltsaufgaben, genau wie der Abwasch. Männer tendierten eher zu „sauberen“ Aufgaben im Haushalt.

Rasenmähen, Autowäsche oder Müll herunterbringen – allesamt Tätigkeiten, bei denen man nicht direkt mit dem Dreck anderer Menschen konfrontiert ist und diesen berühren muss. Kein Wunder also, dass emanzipierte Frauen Carlson zufolge keine Lust mehr haben, uns Kerlen die Drecksarbeit abzunehmen. So konnte die Studie auch nachweisen, dass sich die Haushaltsaufteilung negativ auf das Sexleben auswirken kann.

Frauen, die stets allein mit der Drecksarbeit konfrontiert seien, würden sich in ihren Beziehungen auch unwohler fühlen – während Frauen, die von ihren Männern auch beim Abwaschen und anderen unangenehmen Haushaltstätigkeiten unterstützt würden, eine generell höhere sexuelle Zufriedenheit angaben.

Es kann sich also lohnen, der Dame eures Herzens im Haushalt beizustehen – auch bei den weniger schönen oder weniger appetitlichen Aufgaben.

Quelle: tag24.de